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Exotische Sportler bei den Spielen Die skurrilsten Winter-Olympioniken

Olympia kurios: Winterspiele verblüffen oft mit exotischen Sportlern. Warum der Bobfahrer aus Tonga Unterwäsche aus Chemnitz trägt und wie Kenias Langläufer den Zeitplan verschob? Die Top 5 der skurrilsten Winter-Olympioniken.

Von: Uli Knapp, Elena Nass

Stand: 21.01.2014

Kuriose Olympiateilnehmer | Bild: BR

Platz 5: Jambob - Der Klassiker

Sie sind der Klassiker unter den Olympia-Exoten: die Bobfahrer aus Jamaika. Winston Watt und Marvin Dixon treten 2014 in Sotschi an. Im Zweierbob rasen die beiden durch den Eiskanal. Bob und Helme sind übrigens "Made in Germany". Die Finanzierung der Russlandreise stand allerdings lange auf der Kippe - per Crowdfunding-Kampagne hatten der Pilot und sein Anschieber das Geld für die fünfte jamaikanische Olypia-Teilnahme aber schnell zusammen. Die"Jambob"-Premiere 1988 in Calgary lieferte die Vorlage für den Film-Klassiker "Cool Runnings". Damals hieß es noch: "Das geht über eure Vorstellungskraft: Jamaika hat 'ne Bob-Mannschaft!"

Platz 4: Hubertus von Hohenlohe - Der Skiprinz

Er ist gebürtiger Mexikaner, Nachfahre eines fränkischen Adelsgeschlechts und er fährt Ski: Hubertus von Hohenlohe nahm schon 1984 in Sarajevo, 1988 in Calgary, 1994 in Lillehammer und zuletzt 2010 in Vancouver an den Olympischen Spielen teil. Auch in Sotschi geht der Mann mit dem wohlklingenden Namen für Mexiko im Riesenslalom und Slalom der Herren ins Rennen. Mit 54 Jahren ist er der älteste Starter - aber auch der bestbekleidete, so sagt man. Der Jet-Set-Athlet, der auch die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft besitzt, wird bei Weltcup-Rennen in der Regel letzter, was ihn nicht davon abhält, sich immer wieder die Ski anzuschnallen. Wenn er nicht gerade an Olympischen Spielen teilnimmt, lebt von Hohenlohe übrigens in Marbella und Wien und reist als Fotograf und Sänger durch die Weltgeschichte.

Platz 3: Eddy the Eagle - Der Paradiesvogel

Michael Edwards ist Skispringer. Erstmal nichts Besonderes. Dass er aus England kommt, ist schon ungewöhnlicher - die Insel ist schließlich keine Skisprungnation. Was Michael Edwards, besser bekannt als "Eddy the Eagle" aber wirklich für die Top 5 der skurrilsten Winter-Olympioniken qualifiziert, sind seine Outfits: Eddy ist ein schriller Vogel, der sich gern mit bunten Anzügen und grellen Brillen kostümierte. Wenn er vom Schanzentisch abhob, sah das stets irgendwie nach Fasching aus. Extrapunkte gab es dafür leider nicht. Eddy der Adler gilt als der schlechteste Skispringer aller Zeiten. Einmal hat er's aber tatsächlich zu den Olympischen Spielen geschafft: 1988 in Calgary wurde er souverän Letzter. Egal. 25 Jahre später, bei der Vier-Schanzen-Tournee 2014 in Garmisch-Partenkirchen, ist Eddy nochmal geflogen - außer Konkurrenz als Vorspringer.

Platz 2: Philip Boit - Der Exot

Philip Boit kommt aus Kenia. Bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano war er der erste Kenianer, der im Skilanglauf antrat - über stolze 10 Kilometer. Er holte Platz 92. Von 92. Und weil er dafür fast doppelt so lange brauchte wie der Sieger, wurde sogar die Siegerehrung nach hinten geschoben. Als der Exot endlich im Ziel ankam, wurde er schon erwartet - Olympiasieger Bjørn Dæhlie wollte ihm unbedingt gratulieren und ihm auf die Schulter klopfen. Für den Mann aus Afrika war dieses Erlebnis offensichtlich so überwältigend, dass er einen seiner Söhne Daeli Boit genannt hat. 2002 und 2006 war der stolze Papa dann nochmal bei Olympia am Start und wurde nicht mehr Letzter. Das reicht für Platz 2 der skurrilsten Winter-Olympioniken.

Platz 1: Bruno Banani - Der Umbenannte

Unsere Nummer Eins hat noch kaum Olympia-Erfahrung: In Sotschi 2014 tritt der gute Mann zum ersten Mal im Rennrodeln an - für das Königreich Tonga, ein Inselstaat im Südpazifik mit 104.000 Einwohnern. Und weil das noch nicht skurril genug ist, hat er auch noch einen ganz besonderen Namen. Der einzige Rennrodler aus Tonga im Südpazifik heißt tatsächlich wie eine Unterhosen-Marke aus Chemnitz: Bruno Banani. Eigentlich heißt er ja Fuahea Sami. Weil Tonga aber unbedingt zu den Olympischen Spielen wollte, wurde vor ein paar Jahren ein Casting veranstaltet. Sami gewann nicht nur das Casting, sondern auch gleich noch einen neuen Namen - Geburtsurkunde inklusive. Eingefädelt hat das Ganze eine deutsche Marketing-Firma, um die Geschichte zu promoten. Die Unterwäsche-Firma will davon nichts gewusst haben und unterstützt ihn angeblich nur, weil sie dachten, es sei sein echter Name. Sicher in Brunos Gepäck: die Wäsche-Kollektion "Coconut powered".


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