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Interview // FIS-Renndirektor Uwe Beier "Der Sport steht im Vordergrund"

Uncooler, dafür professioneller: Als FIS-Renndirektor Snowboard will Uwe Beier mit dem Klischee aufräumen, sein Verband wäre ein altbackener Laden. Für ihn braucht sich die FIS in punkto Snowboardevents vor niemandem verstecken.

Von: Katharina Kestler

Stand: 14.12.2011 | Archiv

Uwe Beier | Bild: SVD, BR-Montage

Warum können sich FIS und TTR nicht über die Olympiaqualifikation für Snowboard-Slopestyle einigen?

Ein bisschen konnten wir ja. Im Vergleich zu früheren Diskussionen hat sich eine Menge geändert. Beide Seiten haben sich an einen Tisch gesetzt und versucht, eine Lösung zu finden. Oft wird behauptet, die TTR auf der einen Seite verlange dauernd Zugeständnisse und die FIS auf der anderen Seite würde nichts hergeben. Das stimmt nicht. Es ist nur nicht leicht, ein funktionierendes System für die Olympia-Qualifikation in kürzester Zeit umzuschmeißen. Da hängt vom Antidopingsystem über das Judging der Wettkämpfe bis zu den Reglements einiges dran. Für 2018 in Korea werden wir uns Gedanken machen, ob man die Qualifikation anders gestalten kann. Aber für die nächsten Spiele ist das zu kurzfristig.

Oft wird der FIS vorgeworfen, sie hätte keine Erfahrung mit Slopestyle.

Das ist falsch. Wir veranstalten zum Beispiel seit drei Jahren einen Snowboardweltcup im Slopestyle und hatten bereits eine Weltmeisterschaft. Ich muss zugeben, im Vergleich zur TTR oder anderen Veranstaltern sind wir hinten dran, was die Show angeht. Bei uns steht der Sport im Vordergrund. Wir wollen hochwertigen und fairen Sport in erstklassigen Wettkampfstätten bieten. Und da brauchen wir uns vor niemandem verstecken.

Trotzdem ist die FIS keineswegs der Verband, der den Sport in der Szene repräsentiert. Was lief da falsch in der Vergangenheit?

Wir haben oft nicht die Sprache der Snowboarder gesprochen. Und das, obwohl ich und meine Kollegen durch und durch Snowboarder sind. Auch wenn wir unter dem Dach des Skiverbands organisiert sind, sind wir eine eigenständige Snowboardabteilung. Was die FIS im Bereich Snowboard macht, hat nichts mit konservativem Skifahren von anno dazumal zu tun. Viele maßen sich an, ein Urteil über die FIS zu fällen und waren selbst noch nie auf einer unserer Veranstaltungen.

Ist Olympia für einen Sport – oder eine Lebenseinstellung – wie Snowboarden einfach keine gute Idee?

Wenn Olympia dem Snowboardsport schaden würde, hätten wir die Diskussion nicht. Bei aller Snowboard-Philosophie und den Freiheiten, die der Sport zurecht genießt: Olympia ist das Non-Plus-Ultra des sportlichen Vergleichs. Unter den Snowboardern gibt es genug Leute, die sich auf höchstem Level miteinander messen wollen. Ich weiß nicht, ob Shaun White einen so großen Namen hätte ohne seine beiden Goldmedaillen in der Halfpipe.


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