Comeback der Kult-Serie 5 Gründe, warum "Twin Peaks" immer noch cool ist

Die Kultserie "Twin Peaks" geht in die dritte Runde! Sky zeigt die Fortsetzung im Original und als deutsche Synchronfassung. Wir sagen euch, warum David Lynchs Mysteryreihe immer noch zu den besten Serien aller Zeiten gehört.

Von: Sebastian Lauterbach

Stand: 20.05.2017

Twin Peaks | Bild: Paramount

Das Warten hat ein Ende. Nach fast 25 Jahren kehrt "Twin Peaks" auf die Fernsehschirme zurück. Sky zeigt die neuen Folgen parallel zum US-Start ab dem 21. Mai. Die deutschen Versionen gibt es vier Tage später auf Sky Atlantic. "Twin Peaks" gilt bei vielen Fans als Mutter aller modernen Serien. Warum das so ist...

1. Weil David Lynch ein verrücktes Genie ist

Der Regisseur David Lynch war schon vor "Twin Peaks" ein Großer. Dank Filmen wie "Eraserhead" und "Blue Velvet". Aber Ende der 80er lockte das Fernsehen mit größerer künstlerischer Freiheit und deutlich mehr Laufzeit. Eine Spielwiese, auf der sich der Regisseur austobte.

2. Weil keine andere Story so schräg ist

Die Haupthandlung von "Twin Peaks" ist eigentlich simpel: Special Agent Dale Cooper (links) muss im verschlafenen Örtchen Twin Peaks einen Mordfall lösen. Laura Palmer, die frisch gebackene Homecoming Queen, wurde tot aufgefunden. Die seriöse Kleinstadt erweist sich aber schnell als dunkler Sumpf fieser Intrigen. Und die werden dem Zuschauer nicht immer chronologisch vorgesetzt. Da verlaufen Hinweise nicht nur im Sand, sondern werden einfach nicht mehr erwähnt. Wehe dem, der eine Folge verschlafen hat. Aber wenn man sich einmal auf all die schrägen Dinge eingelassen hat, ist "Twin Peaks" erfrischend anders und feinste Fernsehunterhaltung.

3. Weil der Wahnsinn in Twin Peaks wohnt

Die Charaktere in "Twin Peaks" wirken anfangs noch unschuldig und normal. Mit normalen Jobs und normalen Freunden. Dass die Bewohner von Twin Peaks aber alles andere als das sind und seltsame Doppelleben führen, ergibt sich erst im Verlauf der Serie. Dann tummeln sich seltsame Einarmige neben tanzenden Zwergen, starrenden Riesen und Transvestiten-Agenten. Ganz viel what the fuck zum Staunen und Stirnrunzeln.

4. Weil die Serie das Filmische ins Fernsehen geholt hat

Große Filmemacher wie David Fincher, Steven Spielberg, Martin Scorsese und Steven Soderbergh haben sich in den vergangenen Jahren erfolgreich ins Serienbusiness gewagt. Sie erzählen, wie die vielen anderen Serien der letzten 15 Jahre, staffelübergreifend, komplex und experimentell. Und zwar so, wie es in kinotauglichen 120 Minuten nicht möglich wäre. Denn seit "Twin Peaks" weiß man, dass man dem Zuschauer auch etwas zumuten kann. Und das gepaart mit großem Budget und filmreifer Umsetzung.

5. Weil "Twin Peaks" die Popkultur verändert hat

Kaum ein Pop-Produkt hat es nicht schon gemacht: Tribut an "Twin Peaks" gezollt. Egal ob Filme, Videospiele oder andere Serien. Ob offensichtlich oder dezent im Hintergrund. Seltsame rote Räume, rückwärtssprechende Zwerge, Laura Palmer, Audrey Horne oder verdammt guter Kaffee - der Einfluss von "Twin Peaks" als Pop-Phänomen ist enorm. Die Serie ist längst amerikanisches Kulturgut wie Cheerleader, Apfelkuchen und Elvis Presley.