8

TV & Serien // Banana Generation Grindr

Jung, queer und aus Manchester – das sind die Gemeinsamkeiten der Figuren, deren Geschichten "Banana" erzählt. Sexuell explizit und laut, aber gleichzeitig charmant. Witzig und manchmal bittersüß.

Von: Juliane Frisse

Stand: 17.06.2015

Serie Banana | Bild: Channel4

Eine Banane kommt selten allein. Das gilt nicht nur für die Bananenbündel im Obstregal, sondern auch für die Serie “Banana”. Denn neben “Banana” gibt es auch noch die Serien “Cucumber” – Gurke – und “Tofu” – klar, Tofu. Allesamt erdacht von "Queer as Folk“-Macher Russel T. Davies. In der Sexualforschung symbolisieren die drei Lebensmittel, wie hart eine Erektion ist - von labbrigem Tofu bis zur festen Gurke.

Jung, britisch, queer

“Tofu” ist eine Dokuserie über Sex, “Cucumber” und "Banana“ widmen sich fiktionial dem "Explicit Content“ – allerdings nicht ausschließlich. "Banana" ist die jüngere der beiden Serien. Sie handelt  von jungen Erwachsenen aus Manchester, davon mit wem sie Sex haben, wen sie lieben und daneben auch von ihrem sonstigen Leben. Das Besondere: Alle Hauptfiguren in "Banana" sind queer – also schwul, lesbisch, bi, oder transgender.

Folgen wie Kurzgeschichten

In jeweils knapp 25 Minuten erzählt "Banana" insgesamt acht Kurzgeschichten: Da ist zum Beispiel Scotty, die einer Frau begegnet, die ihre Mutter sein könnte, sich hoffnungslos in sie verknallt und sie schließlich stalkt. Da sind Aiden und Frank, die nach einem One-Night-Stand herausfinden müssen, ob sie eine Zukunft haben. Und da ist Dean, der trotz Job nicht das Geld für seine Miete zusammenkriegt, aber der sich, statt seine finanziellen Probleme zu lösen, lieber über Grindr zu einem Sex-Date nach dem anderen verabredet.

Die LGBT-Version von "Skins"

Nicht alle Charaktere in "Banana“ sind sympathisch, aber die Serie selbst ist es. "Banana“ ist laut, wild und unverklemmt, gleichzeitig charmant, witzig und manchmal bittersüß. "Banana“ ist quasi die queere Version des britischen Coming-of-Age-Klassikers "Skins“ und damit dringend nötig – denn Serien, in denen Nicht-Heteros im Mittelpunkt stehen, sind ja leider immer noch die Ausnahme. Gut, dass Regisseur Russel T. Davies mit "Banana“, "Cucumber“ und “Tofu“ gleich drei Serien auf einmal rausgebracht hat, die uns genauso selbstverständlich die Geschichten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern erzählen.

Die erste Staffel von "Banana“ gibt es bei iTunes - allerdings nur in der britischen Originalversion ohne Untertitel. Auf Youtube kann man die erste Folge von "Banana“ gratis anschauen.


8

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein: