7

Wahre Helden Die fünf besten Nerd-Movies ever

Von wegen Loser: Nerd sind die wahren Helden Hollywoods - und sie sterben niemals aus. Wir haben die euch die fünf besten Nerd-Movies zusammengestellt.

Von: Teresa Reiß und Vanessa Schneider

Stand: 22.01.2016

Der Nerd ist eine klassische Figur in Hollywood - gern belächelt und oft einfach ausgelacht. Dabei sind aber gerade die Leseratten, Computerfreaks und Streber die wahren Helden, mit denen sich jeder identifizieren kann.

Wenn Nerds die Welt retten: "Hackers" (1995)

Mit elf hat er eine Finanzkrise ausgelöst, als er die Wallstreet gehackt hat – sieben Jahre ohne Computer später sitzt Dade aka Zero Cool (Jonny Lee Miller) zusammen mit seiner neuen Hacker-Clique (darunter auch Angelina Jolie) wieder am Computer und legt sich mit einem mächtigen und natürlich überaus bösen Konzern an.

Zu einer Zeit, als nur die allerwenigsten Menschen überhaupt einen eigenen Internetzugang hatten, hat "Hackers" alle Hoffnungen, Ängste und spinnerte Fantasien über das Netz und jugendliche Computerfreaks auf den Punkt gebracht. Und gleichzeitig den Mythos vom stylishen, smarten Cybernerd geprägt, der weder Hautfarbe noch Geschlecht noch Herkunft kennt.

Bier in Waschmittelkanistern: "Superbad" (2007)

"Superbad" ist wahrscheinlich der nerdigste Coming-of-Age-Film aller Zeiten. In den Hauptrollen sind Jonah Hill als Seth und Michael Cera als Evan fast schon prädestiniert für Nerd-Filme. Die Jungs sind absolute Außenseiter in ihrer High School. Im letzten Jahr wollen sie's nochmal richtig krachen lassen. Und zwar auf der letzten Party, die natürlich - wie soll es anders sein - bei Seths Schwarm stattfindet. Eingeladen sind sie nur, weil sie Alkohol besorgen sollen. Das endet wie erwartet ziemlich chaotisch: Polizei, Auffahrunfälle, Bier in Waschmittelkanistern, betrunkene Anmachversuche und mit dem legendären Führerschein von McLovin. Eine Komödie für alle, die noch vom volltrunkenen Chaos-Abend träumen und Inspiration suchen. Und am Ende gibt’s wie immer die Botschaft, dass jeder auf seine Art ein Held sein kann.

Abgrundtiefe Abneigung gegen alles: "Ghost World" (2001)

Enid (Thora Birch) und Rebecca (Scarlett Johansson) haben die High School geschafft und einen endlosen Sommer vor sich, um sich selbst zu finden. Blöderweise sind sie dabei aber immer noch in ihrer Heimatstadt gefangen und die, sowie jeden einzelnen Einwohner, hassen beide inbrünstig. Ghost World ist eine schwarze Komödie, zynisch, schmerzhaft -  so wie die schlimmsten Momente aus der Teenagerzeit, die sich für immer ins Gedächtnis eingebrannt haben. Der Vorläufer für das Nerd-Comedy-Genre der 2000er basiert auf der tollen Graphic Novel von Daniel Clowes – einem feinen Beobachter von Außenseitern. Wenn man das Gefühl kennt, irgendwie anders zu sein als alle anderen, kann man sich mit Enid auch dann noch wunderbar identifizieren, wenn man älter ist als 18.

Kiffen in der Bibliothek: "Breakfast Club" ( 1985)

Fünf Schüler, ein Tag, eine Aufgabe: Brian, der Nerd, John, der Rebell, der sportliche Andrew, die verwöhnte Claire und Außenseiterin Allison. Alle fünf müssen an einem Samstag in der Bibliothek nachsitzen. In acht Stunden sollen die Teenager einen Aufsatz schreiben, in dem sie erörtern, warum sie nachsitzen müssen. Und lernen dabei vor allem sich selbst besser kennen.

Es wird gekifft, gestritten und getanzt. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass doch jeder einzigartig und anders ist und dass alle genau deshalb dann doch etwas gemeinsam haben. Ganz egal, ob Footballstar oder Nerd. Mit dem Breakfast Club hat John Hughes quasi sein eigenes Genre etabliert – die High-School-Komödie. Immer mit derselben Besetzung und ähnlichen Charakteren, die zeigen, dass wir alle ein bisschen Nerd, Athlet, Prinzessin und Außenseiter sind.

Nebenjob: Brustvergrößerungs-Business: "Napoleon Dynamite" (2004)

Der 16-jährige Napoleon Dynamite (allein für den Namen sollte der Film den Nerd-Preis bekommen) lebt bei seiner Großmutter. Weil die einen Unfall hat, passt der Onkel auf Napoleon auf – und ehe er sich versieht, findet sich Napoleon Dynamite im Brustvergrößerungs-Business wieder. Seine eigentliche Aufgabe ist es aber, seinem besten Freund Pedro zur Schülerpräsidentschaft zu verhelfen – und klar, was ist bessere Werbung als eine epische Tanzeinlage zu Jamiroquai vor der gesamten Schule? Der Move zahlt sich aus, der Obernerd wird zur Kultikone. Napoleon ist leidenschaftlich, kennt keine Grenzen und keine Scham. Und deshalb sollte sich jeder ab und zu fragen: What Would Napoleon Do? (PS: Einfach das, worauf er Bock hat.)

Ihr wollt mehr Nerds im Kino sehen?

Wir zeigen euch "Dope" in der PULS Preview - noch vor dem offiziellen Kinostart in drei Städten in Bayern. In dem Coming-of-Age-Streifen führt eine Nerd-Clique die Drogendealer (u.a. gespielt von A$AP Rocky!) in ihrem Viertel an der Nase rum.


7