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Games // Titanfall 2 Mein Freund, der Kampfroboter

"Titanfall 2“ ist der Underdog im diesjährigen EgoShooter Herbst. Zwischen "Battlefield" und "Call of Duty" scheint kaum Platz. Den hat dieses Action-Highlight aber verdient.

Von: Franz Liebl

Stand: 14.11.2016 | Archiv

Titanfall Teaser | Bild: Electronic Arts

Wenn sich zwei streiten freut sich der dritte, heißt es. "Battlefield 1" und "Call of Duty: Infinite Warfare" zanken sich diesen Herbst um die EgoShooter-Krone. Aber da ist ein Dritter: "Titanfall 2". Und über den freue ich mich sehr. Denn die Roboteraction ist ein echter Geheimtipp - wegen seiner tollen Solo-Story.

Plot: Sci-Fi-Standard

In einer fernen Zukunft wird nicht nur mit zig unterschiedlichen Ballermännern aufeinander geschossen, man nimmt auch in riesigen Kampfrobotern Platz. Ich spiele den Rekruten Jack Cooper, der in einem Gefecht unverhofft in einem dieser Roboter landet. Was ihn und mich natürlich ohne Ende freut. Der Plot, der sich daraufhin entwickelt, ist auf leicht zugänglichem Sci-Fi-Blockbuster-Niveau: Bösewichte wollen mit riesiger Superwaffe den Planet der Guten zerstören. "Star Wars IV und VII" – jemand? Aber egal, denn mein Kampfroboter-Kumpel BT ist das, was mir an der Story von "Titanfall 2" so gefallen hat.

Futuristische Buddy-Story

BT wächst mir nämlich tatsächlich ans Herz. Er ist unfreiwillig komisch, weil er sich bemüht witzig zu sein. Er ist ein treuer Gefährte, der mir den Rücken frei hält. Im Gegenzug helfe ich ihm, wenn mal Not am Roboter ist. Wir sind ein Team. Das kennt man zwar auch von zig Sci-Fi und anderen Geschichten, aber die zündet bei mir. Weil sie toll inszeniert ist. Gemeinsam erleben wir spektakuläre EgoShooter-Action auf einem fremden Planeten. Ein Abenteuer. Ich ballere mich durch wunderschöne Felsenschluchten, verlassene Forschungsanlagen und riesige Raumschiffe am Himmel. Ich laufe Wände entlang, springe waghalsig über Abgründe und rutsche vor Feuersalven in Deckung. Das fühlt sich manchmal fast wie im Parcour-Game "Mirror’s Edge Catalyst" an, nur mit viel mehr Action, weil ich währenddessen ja auf zig Gegner ballere.

Und bin ich im Roboter BT, feuere ich Raketensalven ab, dicke Laserstrahlen oder kämpfe mit einem Schwert. Wenn ich dann auf eine Horde feindlicher Roboter treffe, ist das die reinste Sci-Fi-Materialschlacht. Lange wird mir auch noch der Abschnitt in Erinnerung bleiben, in dem ich ständig zwischen zwei Zeitebenen hin und her springen musste. Wie fett! Das hat mich knapp acht Stunden richtig begeistert. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr Solo-Story von "Titanfall 2" gehabt.

Titanfall 2 (Electronic Arts // für PC, PS4, Xbox One)


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