Jetzt Rebellion (Lies) Arcade Fire

Info Das zweite kanadische Indie-Rock Aushängeschild: Die Band gründet sich 2003 um Sänger Win Butler. Das Debüt "Funeral" erscheint 2004, der Nachfolger "Neon Bible"(2007) beschert internationalen Erfolg.

16:56 Uhr Alien RIN

Streamingtipps für Ostern 3 Filme, die ihr unbedingt anschauen müsst

Filme streamen hat ja ein bisschen was von Dauer-Ostern: Dank Netflix, iTunes und Co herrscht ein derartiges Überangebot, dass man für die Suche nach den verborgenen Schätzen ein Trüffelschwein bräuchte. Zum Glück habt ihr uns.

Von: Bettina Dunkel

Stand: 12.04.2017 | Archiv

Hunt for the Wilderpeople | Bild: Sony Pictures

Der Schräge: "Hunt for the Wilderpeople" von Taika Waititi

Eine Komödie aus der Kategorie 'Lief bei uns nie im Kino – warum auch immer'. Denn "Hunt for the Wilderpeople" ist pures Entertainmentgold. Kein Wunder, Regie hat ja auch Taika Waititi geführt. Der Neuseeländer des Jahres 2017 – ja, dieser Titel wurde ihm wirklich verliehen – hat zuletzt mit seiner Vampir-Mockumentary "What we do in the shadows" für übelsten Lachmuskelkater gesorgt. "Hunt for the Wilderpeople" ist ähnlich lustig, aber komplett anders. Hauptfigur ist der 13-jährige Kleinstkriminelle Ricky Baker, der bei einer Pflegefamilie in der neuseeländischen Pampa landet. Erst will er nur weg, dann will er bleiben, schließlich muss er doch flüchten. Klingt fürchterlich dramatisch, ist aber einfach nur unglaublich skurril und vollgestopft mit irrsinnig lustigen Dialogen und Ideen. Ungelogen einer der besten Indiefilme des letzten Jahres.

Auf DVD bzw. via iTunes oder Amazon Video

Der Ernste: "Tower" von Keith Maitland

Dokus sind ja so ne Sache. Weil die Info hier immer vor geht, machen viele aus Prinzip einen großen Bogen um das Genre. Dass die Machart von Dokus mittlerweile oft innovativer ist als so mancher Spielfilm, entgeht den Leuten dabei: "Tower“ zum Beispiel handelt von dem Amoklauf an der University of Texas im Jahr 1966. Ein Ereignis, das gefühlt Lichtjahre zurück liegt. Aber "Tower" lässt das Massaker auf dem Uni-Campus in Austin lebendig werden. Für sein Regiedebüt hat der Filmemacher Keith Maitland Interviews mit Augenzeugen geführt und die einzelnen Geschichten von jungen Darstellern nachspielen lassen. Einen Großteil des Realbilds hat er dann mittels Rotoskopie in einen Animationsfilm gewandelt. Ein technischer Kniff, durch den die tragischen Ereignisse in "Tower" eindringlich nah und gleichzeitig extrem zeitgemäß rübergebracht werden. Das Ergebnis ist wie ein Film aus dem Lehrbuch, das noch gar nicht geschrieben wurde.

Auf Netflix

Der Dramatisch-Lustige: "Win it all" von Joe Swanberg

Jake Johnson kennt jeder, der auch nur eine Folge von "New Girl" gesehen hat. In der Serie spielt er Nick Miller, den Freund von Hauptdarstellerin Zooey Deschanel. Seitdem ist Johnson bei den meisten abgespeichert als der leicht schräge Typ von nebenan, der immer ein bisschen hilflos durchs Leben wandert. Der Trailer seines neuen Films "Win it all" zeigt ihn in einer ähnlichen Rolle. Dabei ist der Film gar nicht mal nur lustig. Denn Johnson mimt in "Win it all" einen Spielsüchtigen, der einen riesigen Schuldenberg anhäuft und auch sonst sein Leben einfach nicht auf die Reihe bekommt. Und das spielt er richtig gut. Damit's nicht all zu dramatisch wird, gibt es in "Win it all" eine gesunde Dosis Gags und lustiger Sidekicks. Eine Mischung, die ziemlich ausgewogen ist – und deswegen mehr als sehenswert.

Auf Netflix

Sendung: Hochfahren vom 13.04. ab 7 Uhr