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TV & Serien // Better Call Saul Aus Mangel an Beweisen

Für ein bisschen Kohle würde er seine Oma verkaufen: Saul Goodman, der schmierige Anwalt aus Breaking Bad, bekommt jetzt seine eigene Serie - von den gleichen Machern.

Von: Christian Alt

Stand: 10.02.2015

Serie "Better call Saul" | Bild: Ursula Coyote for Netflix, Inc.

Gähnende Langeweile in einem amerikanischen Gerichtssaal. Alle sitzen gelangweilt rum, man kaut auf den Fingernägeln und starrt Löcher in die Luft. Der Richter hat die Schnauze voll und schickt den Gerichtsdiener raus, um endlich den Anwalt zu holen, auf den alle warten. Er soll drei 19-jährige raushauen, die in ein Leichenschauhaus eingebrochen sind und Sex mit einem Toten hatten.

Für den Anwalt ist klar: Ein harmloser Jungenstreich, den sie ganz bestimmt nie, nie wieder machen werden. Logisch, dass diese Verteidigung kaum zieht, die drei wandern in den Knast. Aber den Anwalt, den kennen wir: Es ist Saul Goodman, der schmierige Rechtsverdreher aus Breaking Bad. Nur arbeitet er hier noch unter seinem bürgerlichen Namen James McGill.

Rechtsberatung im Nagelstudio

Es ist das Jahr 2001. McGill schlägt sich mehr schlecht als recht mit mies bezahlten Jobs durch, fährt eine klappernde Schrottkarre und hat ein Minibüro in der Abstellkammer eines Nagelstudios. Er ist vollkommen pleite. Aber manchmal schlägt das Schicksal eben in der Windschutzscheibe ein.

Saul Goodman in seinem Büro

Als Amateur-Skateboarder sich absichtlich auf McGills Auto werfen, um ihn zu erpressen, wittert er das ganz große Geld. Er bietet ihnen zweitausend Dollar, wenn sie sich nicht auf seine Schrottkarre werfen, sondern auf die Autos gut betuchter Hausfrauen. Den Rest kassiert er ab. Aus dem bisher rechtschaffenen Anwalt McGill wird in dieser Sekunde der gewiefte Saul Goodman. Was Saul nicht weiß: Seine Amateur-Betrüger erpressen keine reichen Hausfrauen, sondern versehentlich das mexikanische Drogenkartell.

Schon jetzt eine der besten Serie der letzten Jahre

Als Macher Vince Gilligan "Better Call Saul" als Comedy-Serie angekündigt hat, haben viele befürchtet, hier würde ein "Big Bang Theory"-Klon mit faden Anwaltswitzen vor der Tür stehen. Aber so ist es nicht. "Better Call Saul" erinnert eher an die Filme der Coen-Brüder, die Drama immer mit tiefschwarzem Humor verbinden. Die Mischung geht auf: Schon die ersten Folgen gehören mit zum Besten, was es in den letzten Jahren im TV zu sehen gab. Die Serie ist saukomisch, hat viele Plot-Twists und ist jetzt schon fast so spannend wie Breaking Bad.

Ein alter Bekannter aus "Breaking Bad": Killer Mike

Das liegt auch an den vielen Gastauftritten altbekannter Figuren - wie des eiskalten Killers Mike. Statt Gangster zu meucheln, entwertet er aber hier noch brav Parkscheine. Die Dialoge sind nicht nur saukomisch, sondern versprühen auch genau die Genialität, die man auch von Breaking Bad kennt. Auch visuell überzeugt "Better Call Saul" auf ganzer Linie. Hinter der Kamera werkelt das gleiche Team wie damals. Während andere Serien mehrere Staffeln brauchen, um zu einem eigenen Stil zu finden, ist "Better Call Saul" jetzt schon absolut stilsicher.

Nicht nur die Fans haben sich lange gefragt, ob Gilligan noch einmal so ein großer Wurf wie mit "Breaking Bad" gelingt. Die Antwort: auf jeden Fall. "Better Call Saul" ist wahnsinnig gut. Unser Tipp: Lasst sofort alles stehen und liegen und schaut euch die erste Folge bei Netflix an! Bereuen werdet ihr es nicht.

Die erste Staffel von "Better Call Saul" läuft ab 11. Februar bei Netflix, neue Folgen gibt es immer dienstags ab 18 Uhr .


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