8

Band-Cameos Die fünf besten Auftritte von Bands in Serien

Keine anderen Stars sind in Serien so gern gesehene Gäste wie Musiker. Wir haben uns für euch durch einen Berg von Gastauftritten von Bands in Fernsehserien gewühlt und die besten ausgewählt.

Von: Christian Alt

Stand: 15.10.2015

Bands in TV-Serien: Die fünf besten Auftritte von Bands in Serien | Bild: BR

1. Sigur Rós und The National in "Game of Thrones"

"Game of Thrones" ist nicht nur für brutale Morde bekannt, sondern auch für dutzende Miniauftritte von Musikern. Nur merkt man das erst auf den zweiten Blick. Zum Beispiel bei der Metalband Mastodon. Die vollbärtigen Zottel haben natürlich Wildlinge gespielt, mit fetten Felljacken und jeder Menge Dreck im Gesicht. Aber auch andere, sehr viel prominentere Gastauftritte bekommt nur der mit, der ganz genau zuschaut. Wie den von Sigur Rós.

"The Rains Of Castamere", so heißt der Song, den Sigur Rós auf der Hochzeit von King Joffrey performen. Der Haus- und Hof-Song der Lannisters. Sigur Rós war aber nicht die erste Band, die "Rains of Castamere" interpretiert hat: The National durften auch schon.

Eigentlich sollten Florence and the Machine den Lannister-Song singen. Weil die keine Zeit hatten, musste mit The National die zweite Wahl der Serienmacher ran. Ein Glück für die Serie: Der tiefe Bariton von The-National-Sänger Matt Berninger passt perfekt zum düsteren Song. Valar morghulis!

2. Death Cab for Cutie in "O.C., California"

Wellen, Intrigen und natürlich ein geiler Soundtrack: Musik war für "O.C., California" immer wichtig. So wichtig sogar, dass Serienmacher Josh Schwartz meinte, die Musik müsse ein weiterer Charakter in seiner Serie sein. Schwartz’ Lieblingsband: Death Cab for Cutie. Die hat er gleich mal engagiert.

Hört man heute den Soundtrack von "O.C., California", dann ist das wie eine Zeitreise in die 00er Jahre mit Bands wie The Killers, Ok Go oder Bloc Party. Die Serie wurde nach vier Staffeln eingestellt, aber die Musik, die bleibt.

3. Radiohead in "South Park"

Während bei den Simpsons die Stars gerne vorbeischauen, ist es bei "South Park" anders. Hier werden nämlich auch Rockstars nicht mit Samthandschuhen angefasst. Radiohead, die ja gerne mal als Weichspülrocker beschimpft werden, haben sich trotzdem getraut. Die Serienmacher von "South Park" sind sogar zu einem Auftritt gefahren, um nach dem Konzert folgende Szene einsprechen zu lassen: 

"Jeez, what a li'l cry baby! - You gonna cry all day, cry baby? - You know, everyone has problems, that doesn’t mean you have to be a little cry baby about it. - Come on, guys. Let’s go. This kid is totally not cool. - Yeah that’s the most uncool kid I’ve ever met. - Little cry baby."

Radiohead

Und das von einer Band, die mit "Creep" die Hymne aller Cry Babys komponiert hat. Autsch!

4. Alle deine Lieblings-Indiebands aus den USA in "Portlandia"

Bei "Portlandia" weiß man gar nicht, wo man mit den Cameos anfangen soll. Die Liste liest sich nämlich wie das Who -Is-Who der amerikanischen Indie-Szene: die Dirty Projectors, Jack White, Jeff Tweedy, James Mercer, J. Mascics und und und. Der Grund für die Künstlerschwemme: Serienmacherin Carry Brownstein kommt selbst aus der Punk-Szene und singt bei Sleater-Kinney. Und auch ihr Partner in Crime Fred Armisen hat, bevor er Comedy-Star wurde, bei einer Punkband gespielt.

Von all den Kurzauftritten in der Sketch-Serie gibt es aber einen, der besonders ist. Und zwar kommt er von Echo Echo, eine fiktive Supergroup mit James Mercer von den Shins, Colin Meloy von den Decemberists und Corin Tucker von - wie könnte es anders sein - Sleater-Kinney. Echo Echo wollen in der Serie in ein Hotel einchecken, aber die Angestellten sind so starstruck, dass sie alles versuchen, um Echo Echo in der Lobby zu behalten.

"Echo Echo, right? - Yeah. - I think you know a friend of mine? I guess he might have taken a picture with you at some point. - We are actually very tired. - We’re too. Ugh, sooo tired! - You know, we give out free typewriters. Do you want one? Ah, you have laptops, right? - Who even uses a typewriter anymore? So dumb."

Szene aus 'Portlandia'

Die Serie spielt mit den Klischees über die Stadt Portland: total umwelt- und modebewusst sind die da, hip sowieso. Bei dem Setting gehen Portlandia die coolen Bands nicht so schnell aus.

5. David Bowie in "Extras"

In "Extras" spielen nicht die Hollywoodschauspieler die Hauptrolle, sondern die, die man eigentlich immer nur im Hintergrund sieht: die Statisten. Ricky Gervais spielt hier einen Statisten, dem irgendwann tatsächlich der Durchbruch gelingt: eigene TV-Show, jede Menge Kohle und natürlich auch Zugang zu echten Stars. Zum Beispiel David Bowie, den er auf einer Party trifft. Dem erzählt Ricky gleich mal von seinen neuen Problemen, die er als Star so hat. Und Bowie so:

"Little fat man who sold his soul/ Little fat man who sold his dream/ Pathetic little fat man/ No one's bloody laughing/ The clown that no one laughs at/ They all just wish he'd die"

David Bowie in 'Extras'

Ricky schüttet David Bowie sein Herz aus. Und der komponiert einen Song. Gemein, aber sauwitzig.


8

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Johanna, Donnerstag, 15.Oktober, 20:22 Uhr

1.

Gilmore Girls hatte Grant Lee Buffalo (aber er hat sich ja nicht wirklich selbst gespielt oder doch?)...und die Bangles. Und eigentlich einer meiner liebsten Bandauftritte, weil das Lied so toll mit der Szene verschmilzt und f*** Sean Lennon auf der Bühne steht: Cibo Matto mit Sugar Water in Buffy The Vampire Slayer (https://www.youtube.com/watch?v=d9olwnDCac0 ) Aber auch toll in Buffy: Aimee Mann, grandios passend "Pavlov's Bell" und ihr "I hate Vampire towns". <3