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Passwort Manager Super-Schlüssel für alle Türen

Unsere Passwörter sind zu unsicher. Yahoo testet deswegen bei seinen Usern in den USA On-Demand-Passwörter per Smartphone. Bis es bei uns soweit ist, verhelfen euch diese Passwort-Manager zu sicheren Passwörtern.

Stand: 17.03.2015

Password Manager Teaser | Bild: BR

Geburtsdatum, Name des Hundes oder Lieblingsessen: Passwörter wie diese werden gern genutzt und sind völlig nutzlos, weil viel zu einfach zu hacken. Wenn man gar dasselbe Passwort für Facebook, Online-Banking und den Büro-Computer benutzt, kann das böse ausgehen. Vor allem wenn plötzlich eine Sicherheitslücke wie Heartbleed auftaucht, von der Tausende Web-Angebote betroffen sind. Aber für jeden Zugang ein kompliziertes Passwort merken, wird schnell ziemlich schwierig.

Die Lösung ist ein Passwort Manager. Eine Art virtueller Sekretär, der alle Zugänge verwaltet. Er merkt sich alle Passwörter, persönliche Daten, Software-Lizenzen und Kreditkarten-Nummern und rückt sie nur gegen ein geheimes Codewort heraus.

Ein Masterpasswort für alle Accounts

Im Wesentlichen funktionieren alle Passwort-Manager nach diesem Prinzip. Für jede Website und jedes Login wird ein eigenes Passwort generiert – möglichst lang und möglichst kompliziert. All diese Zugangscodes werden verschlüsselt gespeichert. Zugänglich sind sie nur mit dem Masterpasswort. Auch das sollte so gut wie möglich sein, ist aber dafür das einzige, was man sich als Nutzer wirklich merken muss. Verlieren oder ausplaudern sollte man es freilich nicht.

In den Benutzeroberflächen unterscheiden sich die Manager der verschiedenen Anbieter. Sind die Passwörter und Daten aber einmal angelegt, ist die Handhabung ähnlich. Zum Beginn einer Sitzung gibt man das Masterpasswort ein. Besucht man danach Seiten, für die ein Login nötig oder ein Bestellformular auszufüllen ist, öffnet sich meist automatisch ein Fenster, in dem der Manager fragt, ob er sich einloggen soll. Zu Bestätigung genügt ein Klick. Bei einigen Programmen fügt man das Passwort per Hand ein.

Um sich zwischen den verschiedenen Programmen zu entscheiden, lohnt sich trotzdem der Blick auf ein paar Details. Häufig genutzt werden zum Beispiel diese vier Passwort-Manager. Für alle wird auch eine Smartphone-App für iOS oder Android angeboten.

Password Safe

Der Manager der deutschen Firma Mateso GmbH stellt eine Reihe verschiedener Editionen zur Verfügung: von einer Gratis-Basic-Version bis zur Anwendung für große Firmennetzwerke. Der Nutzer entscheidet bei Password Safe selbst, wie er seine Passwörter und Informationen organisieren will. Die Passwörter müssen per Drag & Drop oder Copy & Paste im Browser eingefügt werden. Vorteil ist hierbei, dass die Zwischenablage mit dem Passwort automatisch gelöscht wird. Das automatische Eintragen, Browser Plugins und der Einsatz auf USB-Sticks sind Features, die nur in den kostenplichtigen Versionen ab 26 Euro enthalten sind.

RoboForm

Silber Systems bietet mit dem Manager RoboForm ein kostenloses Programm an, das die Handhabung durch das automatische Einsetzen der Passwörter und Formulare noch etwas vereinfacht. Hier können verschiedene Profile angelegt und mit einem Klick eingefügt werden. Mit RoboForm Everywhere kann man die Passwörter auch mit dem Tablet oder Smartphone synchronieren lassen – allerdings nur über einen Account beim Anbieter. Dabei sollte einem bewusst sein, dass damit alle Passwörter und Informationen auf den US-amerikanischen Servern des Anbieters liegen.

1Password

Dieses Programm wird von der US-Softwarefirme AgileBits angeboten. Allerdings gibt es bei 1Password den Vorteil, dass die Passwörter lokal oder auf Wunsch auf einem beliebigen Cloud-Speicher verschlüsselt gesichert werden können. Das Programm wird wegen seiner vielen Anwendungsmöglichkeiten, seiner Nutzerfreundlichkeit und guter Verschlüsselung häufig empfohlen. Allerdings  gibt es 1Password nur auf englisch und kostenlos auch nur in einer 30-Tage-Testversion. Danach muss man es für 24,99 Dollar kaufen.

KeePass

Unter den hier vorgestellten Programmen handelt es sich bei KeePass um den einzigen Open-Source-Manager. Der große Vorteil davon ist, dass diese Software kontinuierlich weiterentwickelt und auf Fehler überprüft wird. Sie kann auf Mac, Linux, mobilen Geräten und USB-Sticks genutzt werden, auch wenn nur die Windows-Version von den Entwicklern offiziell unterstützt wird. Mit der einfachen Benutzeroberfläche und einer sehr sicheren Verschlüsselung ist KeePass als Open-Source Programm eine transparente und kostenlose Alternative zu teuren Programmen.


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Hennig, Sonntag, 06.September 2015, 14:39 Uhr

4. Passwort Manager

Im Internet vermisse ich eine klare Aussage zum Einsatz beim Online Banking. Können / dürfen Bankzugangsdaten (Pin) einbezogen werden?

Larisch, Mittwoch, 18.März 2015, 16:45 Uhr

3. Passwortmanager

Hallo.
Schönes und wichtiges Thema. Ich würde die Liste um LastPass (Onlinemanager) ergänzen. https://lastpass.com/f?2196956 Lastpass ist eine Browsererweiterung und funktioniert unter allen gängigen Internetbrowsern, sogar auf Smartphones und Tablet. Somit hat man seine Zugangsdaten stets dabei.

Thomas, Mittwoch, 18.März 2015, 10:45 Uhr

2. 1Password nicht nur auf englisch!

Hallo,

1Password gibt es nicht nur auf englisch, sondern in sehr vielen Sprachen. Zudem läuft es auf allen gängigen Plattformen.

Dass gute Software etwas kostet, muss nicht immer ein Nachteil sein...

Grüße,
Onkel Tommy

Jürgen Böhm, Mittwoch, 16.April 2014, 09:17 Uhr

1. Passwortmanager

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