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Netzlexikon T wie Tracking

Im Internet unterwegs sein heißt: Persönliche Daten preisgeben. Nicht unbedingt gewollt, sondern durch Tracking. Aber wer verfolgt uns da eigentlich? Und warum?

Von: Franziska Schwarz

Stand: 04.02.2015

T wie Tracking | Bild: BR

Was ist eigentlich Tracking?

Tracking heißt das Verfahren, mit dem Unternehmen speichern, welche Seiten du im Netz aufrufst - meist zu Werbezwecken. Welche Inhalte sieht sich ein Nutzer an, was kauft er ein? Werbetreibende folgern aus der Surfhistorie, was sie einem Nutzer am besten feilbieten. Es ist zum Beispiel vorstellbar, dass man sich abends im Onlineshop eines Modelabels umsieht, und sich dann am nächsten Morgen durch ein paar Foren klickt - und genau die Jacke, die man angeklickt hat, ist jetzt wieder da, in einer eingeblendeten Anzeige.

Wie speichern die Unternehmen, auf welchen Seiten ich war?

Das Zauberwort heißt Cookies. Das sind kleine Dateien, die auf dem Rechner des Nutzers gespeichert werden, sobald er eine Seite besucht. Facebook zum Beispiel verfolgt seine Nutzer über den "Like"-Button, der inzwischen auf extrem vielen Webseiten eingebunden ist. Für die personalisierten Anzeigen werden aber auch IP-Adressen und Signalwörter in E-Mails ausgewertet. Auch Apps eignen sich zum Tracken, etwa wenn das GPS im Smartphone angeschaltet ist. Damit könnten Unternehmen rauskriegen, wo der Nutzer gerade geht und steht - und Werbung für Läden in der Nähe schicken.

Warum sind alle so wild auf diese personalisierte Werbung?

Es geht ums Geld. Je genauer Werber ihre Botschaft an den Mann oder die Frau kriegen, desto wertvoller ist der Service für ihre Kunden. VW könnte zum Beispiel sagen, ich möchte die Anzeige für mein Elektroauto nur bei umweltbewussten Menschen zwischen 30 und 35 platzieren, die gerade ein neues Auto kaufen wollen. Oder Teetrinker bekommen keine Werbung mehr für Kaffee angezeigt. Für die Nutzer kann das auch ein Vorteil sein, weil sie eher Werbung angezeigt bekommen, die für sie interessant ist. Das sehen aber viele Nutzer anders. Sie sagen: Wo sie sich im Internet rumtreiben, geht niemanden etwas an.

Wie kann ich mich gegen Tracking schützen?

In den meisten Browsern gibt es die Option "Do Not Track". Wenn dieser Haken gesetzt ist, dann wird jedesmal, wenn man eine Seite aufruft, sozusagen ein Wunsch mitgeschickt: "Ich möchte lieber nicht verfolgt werden". Der Haken: Für die Webseiten ist der Wunsch des Nutzers nicht verpflichtend. Kein Wunder: Die Werbeindustrie hat den Do-Not-Track-Standard mitentwickelt, um nicht gesetzlich reguliert zu werden. Das klappt daher in etwa so wie Freiwillige Selbstverpflichtungen bei der Frauenquote oder dem Tierschutz.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, die Anzeigen zu blocken?

Add-ons wie NoScript für Firefox oder Disconnect für Chrome zeigen den Nutzern auf jeder Seite an, welche Tracker aktiv sind und bieten die Möglichkeit, die Verbindung zu den Trackern zu verhindern. Das kann aber bisweilen dazu führen, das Webseiten nicht richtig angezeigt werden oder das Surfen insgesamt etwas umständlicher wird. Wie so oft ist für die Nutzer die Abwägung: Was ist mir wichtiger? Bequemlichkeit oder Privatsphäre?


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