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Info Auch wenn der Neuseeländer Marlon Williams gerne mal Bluesrock mit Maori-Melodien vermischt, bleibt er bei "Vampire Again" (2017) ziemlich geradeaus und versucht bei euch durchs Fenster einzusteigen für einen nächtlichen Besuch.

Netzlexikon R wie Ransomware

Angreifen, infizieren, verschlüsseln: Hacker versuchen, Trojaner auf den Rechnern ihrer Opfer einzuschleusen. Dann stellen sie ein Ultimatum: Entweder man zahlt oder die Daten sind futsch.

Von: Florian Meyer-Hawranek

Stand: 07.01.2015

Ransomware befällt Computersysteme und sperrt die Daten | Bild: BR

Was ist eigentlich Ransomware?

Ransomware sind Schadprogramme, die fremde Computersysteme befallen und private Daten sperren. Ihr Auftrag: angreifen, infizieren und Systeme unbrauchbar machen! Und zwar alles mit nur einem Ziel: sie sollen Lösegeld für die verschlüsselten Daten und gesperrten Programme einbringen.

Wie kommt Ransomware auf fremde Computer?

Ob über eMail-Anhänge, infizierte Dateien beim Filesharing, Facebook-Links oder versteckte Downloads - Hacker versuchen zuerst Trojaner auf den Rechnern ihrer Opfer einzuschleusen. Dann stellen sie ein Ultimatum: entweder man zahlt oder die Daten bleiben verschlüsselt, der Computer bleibt gesperrt und ist damit unbrauchbar. Die Urlaubsbilder, Textdokumente, Familienvideos und die mühsam gesammelten Lieblingssongs sind futsch.

Also lieber bezahlen als Daten verlieren?

Es gilt die erste und oberste Regel im Netz: auf keinen Fall einfach zahlen! Das Geld ist dann nämlich auf sicher weg. Ob dein Rechner aber tatsächlich wieder entsperrt wird, bleibt offen.

Was soll ich machen, wenn jemand Lösegeld für meine Daten fordert?

Am besten nimmst du das infizierte System möglichst schnell vom Netz, fotografierst die Statusmeldung und gehst zur Polizei - schließlich handelt es sich um Erpressung. Manchmal hilft eine Systemwiederherstellung. Einige Antiviren-Spezialisten haben auch spezielle Rescue-Programme. Weil sich aber nicht jeder verseuchte Computer retten lässt, sollte man am besten immer ein externes Backup erstellen.

Wie groß ist denn die Gefahr von Ransomware?

Die erste Ransomware verschlüsselte bereits im Jahr 1989 Dateien auf fremden Festplatten und sperrte den Zugang zu Programmen. Heute zählen Sicherheitsfirmen in Hochphasen zehntausende Angriffe pro Woche. Ob Reveton, Cryptowall oder Torrentlocker – die Zahl der verschiedenen Ransomware-Varianten geht in die Hunderttausende, und steigt weiter an. Und auch wenn sich die Methoden der digitalen Erpresser über die Jahre kaum geändert haben, haben die Täter heute ein neues Ziel. Anstatt vieler, kleiner Privatnutzer greifen sie gezielt auch große Firmennetzwerke an. Die sind zwar wesentlich besser geschützt. Dafür gibt es auch viel mehr Lösegeld zu holen.