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Info Die Tochter von Kevin Kline zu sein, das gehört zur Geschichte von Greta Kline aka Frankie Cosmos. Mit ihrer Musik hat das aber nichts zu tun. Sie tummelt sich lieber in Anti-Folk-Kaschemmen als auf Hollywood-Parties.

Kommentar zur Linkhaftung Wie ein Urteil die Freiheit im Internet gefährdet

Das Coole am Internet sind nicht nur Katzenbilder und Travolta-Gifs, das Coole am Internet sind Links. Ein Urteil des Hamburger Landgerichts könnte nun aber dem guten alten Link den Garaus machen.

Von: Christian Schiffer

Stand: 13.12.2016

Linkhaftung | Bild: BR

Oft sind es gerade sperrige Begriffe wie etwa "Leistungsschutzrecht", die irgendwie sperrig-verschroben daherkommen, es dann aber doch in sich haben. Jetzt kursiert schon wieder so ein dröges Wort durch das Netz nämlich "Linkhaftung". Linkhaftung bedeutet, dass man haftbar gemacht werden kann, wenn man auf fremde Inhalte verlinkt und sich dann herausstellt, dass auf der verlinkten Seite gegen das Urheberrecht verstoßen wird.

Werde ich abgemahnt, weil ich auf einen befreundeten Blog verlinkt habe?

Weil das kompliziert ist, hier ein Beispiel: Bastelblog A verlinkt auf Bastelblog B, weil auf Bastelblog B ein schöner selbstgehäkelter Topflappen zu sehen ist. Leider hat Bastelblogger B beim Zusammensuchen der Bilder für seinen Bastelblog ein Foto verwendet, das eigentlich Bastelblogger C gehört und damit eine Urheberrechtsverletzung begangen. Nach der Logik des aktuellen Urteils kann nun aber Bastelblogger A dafür verantwortlich gemacht werden, weil Bastelblogger A vor dem Link setzen ja mal hätte schauen können, ob auf Bastelblog B alle Bilder urheberrechtlich auch wirklich klar gehen. 

Die Entscheidung ist ziemlich praxisuntauglich

Viele sehen in dem Urteil eine Gefahr für das freie Netz und befürchten, dass sich in Zukunft kaum jemand trauen wird noch einen Link zu setzen. Tatsächlich scheint die Entscheidung des Gerichts ziemlich praxisuntauglich zu sein: Sogar das Gericht ist sich nicht sicher, ob die Inhalte auf seiner eigenen Internetseite rechtmäßig sind. Der Heise-Verlag verlinkt deswegen nicht auf die Seiten des Hamburger Landgerichts und wir tun das hier mal auch nicht - sicher ist sicher. 

Das Internet basiert auf Links

Auch wenn noch nicht klar ist, wie groß der Einfluss dieses Urteils am Ende tatsächlich ist, es wird sicher nicht dazu führen, dass in Zukunft mehr Links gesetzt werden. Und das ist ein Problem: Das Internet basiert auf Links, darauf, dass es Verweise und Verknüpfungen gibt, das Internet ist halt ein Netz. Und dank des Hamburger Landgerichts könnte dieses Netz in Zukunft etwas löchriger werden.