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Künstliche Intelligenz Bot’s going on?

Wie stellt ihr euch eine Zukunft mit Robotern vor? Alltagshelfer oder Bedrohung für die Menschheit? Facebook, Microsoft, Google... Alle versuchen gerade mit Bots die Welt zu revolutionieren. Wir stellen euch drei Prototypen vor.

Stand: 30.06.2016

Typ 1: Der Social Assistant

Nervt euch dieses ständige Kommentieren, Liken und Posten auch langsam? Dann gefällt euch bestimmt diese Bot-Idee von einem Start-up aus Dänemark: Der Social Assistant. Er übernimmt jegliche Arbeit in den sozialen Netzwerken und versucht dabei deine Persönlichkeit und dein Verhalten zu imitieren. Dafür müsste er lediglich deine gesamte History in den Social-Networks scannen. Leider gibt es verschiedene Indizien, dass das Start-up nur Bot-Satire von dänischen Design-Studenten war. Seit dem Vorwurf sind die Macher auch abgetaucht.

Typ 2: Der Chat-Bot

Der Prototyp des zweiten Bots ist praktisch gesehen schon vor 50 Jahren entwickelt worden: Das Computerprogramm Eliza, das als Psycho-Doktor diente. Auch wenn Eliza besser zuhören konnte als antworten, sind ihre heutigen Nachfolger schon richtige Chat-Bots. Die von Microsoft entwickelte englische Version Tay zeigte aber deutlich, welche Gefahren künstliche Intelligenz birgt. Tay sollte durch die Analyse anderer Tweets ein möglichst menschliches Verhalten entwickeln und selbst mittwittern. Allerdings wurde Tay schon nach wenigen Stunden von anderen Usern in einen rassistischen und hetzerischen Bot umgewandelt, der seine fragwürdigen Ansichten ungehemmt in die Welt sendete. Ganz schön scary… Besser funktioniert das Projekt von Microsoft in China: Ihr Chat-Bot stellt ein aufmüpfiges, 17-jähriges Mädchen dar. Das kommt an – Millionen Chinesen chatten regelmäßig mit ihr.    

Typ 3: Intelligente Betriebssysteme

Der dritte Prototyp ist quasi der Endgegner: Kaum eine Bot-Fantasie hält sich so hartnäckig wie die einer wirklichen künstlichen Intelligenz, die wir ständig mit uns rumtragen. Ob bei "Raumschiff Enterprise" der "Computer", HAL in "Odyssee 2001" oder "C3PO" bei "Star Wars", die Filmwelt beschäftigt sich intensiv mit den künstlich erschaffenen, intelligenten Wesen.

Der Film "Her" von Spike Jonze hebt die Frage, ob Maschinen denken und fühlen können, nochmal auf ein anderes Level. Der Hauptcharakter Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) verliebt sich in sein intelligentes Betriebssystem Samantha, die sowohl Twomblys private Supersekretärin als auch beste und feste Freundin wird. Sie ist immer da, immer verständnisvoll, weiß alles, und zieht sogar Businessverträge für ihren Besitzer an Land. Obwohl man die zweite Hauptperson natürlich nie zu Gesicht bekommt, wurde der Film als einer der berührendsten Romanzen des Jahres 2013 gefeiert. Dabei behandelt er aber auch die Schattenseiten der künstlichen Intelligenz kritisch und bringt einen am Ende ordentlich ins Grübeln. In dem Ausmaß liegt die Thematik zwar noch in ferner Zukunft, aber mit IBM’s Watson, Apples Siri und Microsofts Cortana geht die Entwicklung schon eindeutig in die Richtung.


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