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Info Ashs aus Toronto hat keinen Bock auf Medienrummel. Auf allen Social-Media-Plattformen ist ihr Gesicht unkenntlich gemacht. Ihre Musik soll für sich selbst sprechen. Und das tut sie mit "More Than Friends" (2018).

"World Wide Woid" Diese Jungs wollen Waidler weltweit vernetzen

Zwei Bayerwaldler haben eine Art Linked-In für Leute aus ihrer Region gegründet - für Daheimgebliebene und Exil-Waidler. Die sollen sich dort austauschen und gegenseitig helfen. Und sie zeigen, wo auf dem Globus Waidler landen.

Von: Dominik Schelzke

Stand: 21.12.2017

Diese Webseite soll Waidler auf der ganzen Welt vernetzen. | Bild: BR

Der Bayerische Wald: paradiesisches Grün, Gebirge und Nationalpark. Aber böse Zungen drücken den Bewohnern der Gegend, den Waidlern, immer wieder Klischees auf. Ein bisschen simpel seien sie, sagen manche, oder langsam, hinterwäldlerisch und extrem heimatverbunden. Jens Schlüter nimmt's gelassen:

"Vielleicht gibt’s im Unterbewusstsein auch noch das Klischee, dass da tote Hose ist und dass man da gar nicht hinkommen braucht."

Jens Schlüter, Gründer des World Wide Woid

Schlüter, 38, gelernter Förster aus Zwiesel, und sein Kollege Christian Zeitlhöfer, 28, wollen mit solchen Klischees aufräumen. Ihre Website "World Wide Woid" soll alle Menschen vernetzen, die aus dem Bayerischen Wald kommen. Weltweit. Und sie wollen damit zeigen, dass die so oft als Hinterwäldler Bezeichneten eben doch reiselustiger sind, als es die Klischees behaupten.

"Der Waidler ist vor allem fleißig und damit hat er auf der ganzen Welt Erfolg. Das sieht man auch am World Wide Woid. Bermerkenswert ist nämlich, welche Karrieren Waidler im Ausland machen. Wir brauchen uns da überhaupt nicht verstecken – so wie das in der Vergangenheit war - sondern wir können da schon selbstbewusst auf unseren Landstrich zeigen."

Jens Schlüter, Gründer des World Wide Woid

Eine Map, sie auf ewig zu verbinden

Das Herzstück der Seite ist eine große Weltkarte - darauf viele bunte Punkte. Die meisten liegen im Bayerwald, aber auch in den entlegensten Teilen der Erde finden sich ein paar davon. Zum Beispiel liegt einer in Vancouver, einer in Dhaka oder Tokio.

Klickt man auf die Punkte, erscheinen die Steckbriefe der User - und es wird angezeigt, was sie von sich aus anbieten können. Mal ist das ne Couch zum crashen oder Touri-Tipps. Aber das Ganze bringt noch was anderes, meint Schlüter:

"Das vereinigt und das gibt einem immer ein Stück Heimat und Geborgenheit und das ist auch ganz wichtig. Vor allem in der heutigen Zeit, in der sowieso so vieles im Fluss ist und so es viele Ängste gibt. Dass man sich vielleicht darauf zurückbesinnt, wo man herkommt und das einem ein Stück Geborgenheit und Sicherheit gibt – das ist auch was wert!"

Jens Schlüter, Gründer des World Wide Woid

Das Waidler-Netzwerk, quasi ein digitales Guckloch nach Hause.

Sendung: Filter vom 21. Dezember 2017 ab 15 Uhr