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WG-Zimmer-Suche So angelt ihr euch die Traum-WG!

Der Wohnungsmarkt ist gerade in Studentenstädten hart umkämpft. Auf eine Anzeige im Netz melden sich dutzende Bewerber. Wie setzt man sich gegen die harte Konkurrenz durch? Mit diesen 10 Tipps klappt es garantiert.

Von: Meret Reh

Stand: 14.07.2016

Grafik Bewerbung bei einer WG | Bild: BR

Der erste Schritt zur Traum-WG beginnt bei der Suche. Bei dem Überangebot im Netz fühlt man sich schnell erschlagen. Mit diesen Tipps fällt euch die Suche bestimmt leichter:

1. Fragt euch: Was wollt ihr wirklich?

Bevor ihr zig WGs anschreibt, überlegt euch erstmal, wonach ihr eigentlich sucht. Zweck-WG, Studenten-WG, reine Frauen- oder Männer-WG oder doch die Party-WG? Wie groß und teuer soll das Zimmer sein? Wenn ihr euch darüber im Klaren seid, könnt ihr gezielte Anschreiben verschicken und eure Chancen erhöhen, dass ihr bei dem Casting auf einer Wellenlänge seid.

2. Geht mal offline

Erweitert eure Suche auf möglichst viele Bereiche. Heißt: Nicht nur im Netz suchen, sondern auch Freunde, Eltern und Kollegen fragen. Aushänge in der Stadt verteilen. Die öffentliche Pinnwand in der Uni oder die Suchen/Finden-Wand im Supermarkt nutzen.

3. Macht es wie eure Omi

Schaltet selbst ein Gesuch. Ok, vielleicht nicht wie Omi in der Zeitung, das geht ja auch kostenlos im Netz. Viele WGs wollen ihr freies Zimmer nicht inserieren, weil sie keinen Bock auf den Telefonterror haben. Deswegen suchen sie sich potentielle Mitbewohner lieber selbst und gezielt aus.

4. Erst denken, dann anschreiben

Wenn ihr euch auf eine Anzeige meldet, gestaltet das Anschreiben so persönlich wie möglich und geht auf die Themen ein, die die Mitbewohner in spe in ihrem Inserat angesprochen haben. Man sollte merken, dass ihr euch die Anzeige gründlich durchgelesen und euch bei eurer Nachricht Gedanken gemacht habt.

5. Ruft an!

Wenn ihr ein paar potentielle WGs rausgepickt habt und einen Besichtigungstermin ausmachen wollt, ruft an, anstatt nur eine Mail zu schreiben. Die können in der Menge schnell untergehen und bei einem Telefonat könnt ihr euch schon vorab ein wenig kennenlernen.

Yes! Ihr seid zum Vorstellunggespräch eingeladen. Jetzt beginnt das eigentliche Battle. So setzt ihr euch jetzt auch beim WG-Casting durch:

6. Wie sagt Papa immer? Der erste Eindruck zählt

Heißt: Ihr solltet pünktlich sein, zur Begrüßung euren Namen sagen, nett lächeln, die Hand geben und dabei den Leuten in die Augen schauen. Manchmal sind die Weisheiten eurer Eltern nämlich auch der Schlüssel zur Traum-WG.

7. Lasst die BFF zu Hause

Kommt auf jeden Fall alleine. Die beste Freundin kann zwar eine Unterstützung für euch persönlich sein, wirkt bei dem Gespräch aber wie das fünfte Rad am Wagen. Die Mitbewohner wollen ja wissen, wie ein zukünftiges Wohnen mit DIR aussieht, nicht mit deinem Begleiter. Absolutes No-Go: Mit Mama oder Papa aufkreuzen.

8. Beschäftigt euch mehr mit den Mitbewohnern, als mit dem Zimmer

Zeigt bei der Wohnungsbesichtigung mehr Interesse an den Mitbewohnern, als an der Zimmergröße und dem Preis. Fragt die Leute nach ihren Hobbies, ihren Lieblingsfilmen, ihrer letzten Reise, ihrem Studium, ihrem Job etc. Damit geht ihr auf die Mitbewohner ein und entdeckt gemeinsame Leidenschaften, die ihr vielleicht bald gemeinsam ausleben könnt.

9. Lasst euch überraschen

Stellt euch auf Casting-Spielchen und komische Frage ein. Einige WGs prüfen ihre Bewerber auf Herz und Nieren und wollen sehen, wie spontan und offen ihr seid. Macht den Spaß doch einfach mal mit und überrascht euch selbst. Wenn das mit dem WG-Zimmer nicht klappt, habt ihr dafür wenigstens einen lustigen Abend verbracht.

10. Seid individuell

Ihr müsst es schaffen, im Gedächtnis zu bleiben. Die WG-Mitbewohner treffen am Abend auf zehn neue Gesichter und das vielleicht an drei Abenden aufeinander. Stellt euch also zum Beispiel mit eurem Namen und dazu einer Eselsbrücke, einem Catch Phrase, vor. Zeigt bei euren Antworten Individualität und antwortet statt mit „Pizza“ einfach mal mit „Kloß mit Soß“.

Geschafft! Ihr habt das WG-Casting erfolgreich überstanden. Jetzt heißt es abwarten und euch selbst die Daumen drücken. Wir drücken mit.


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