0

Tracks der Woche #51/14 Mounties, Only Real, Purity Ring, The Subways

In unseren Tracks der Woche ist alles möglich: Künstler, deren Karrieren von 0 auf 100 gehen - genauso wie späte musikalische Wandlungen. Wir geben allem eine Chance.

Von: Franziska Niesar

Stand: 12.12.2014

Collage aller Künstler, die einen Track der Woche beigesteuert haben | Bild: Montage: BR

Wir haben in Musikblogs gewühlt, bei Konzerten genau hingehört und fleißig Platten eingekauft. Das sind die neuesten Titel im PULS-Programm: Diese Songs solltet ihr diese Woche hören.

Mounties - Headphones

Die Band Mounties gibt es zwar erst seit 2013, die drei Mitglieder sind allerdings alte Hasen im Geschäft. Hot Hot Heat-Frontmann Steve Bays, Ryan Dahle von Limblifter und The Age of Electric sowie Singer-Songwriter Hawksley Workman sind sowas wie die Ur- und Alphatierchen der kanadischen Musikszene. Ihr Track "Headphones" vereint einen tanzbaren Groove mit ein bisschen Pathos und thematisiert Teenager-Probleme. Ganz schön clever, diese alten Männer! Denn ganz ehrlich: Manchmal gibt es einfach nichts Wichtigeres, als guter Sound durch gute Headphones. Egal wie alt man ist. Hauptsache laut!

Only Real - Jerk

Als Teenager spielt Niall Galvin die Akkorde der Beach Boys auf seiner Gitarre, hört Punkplatten, später Die Antwoord. Für sein Debüt "Jerk at the End of the Line" nehmen ihn die Produzenten Dan Carey und Ben Allen unter ihre Fittiche, die schon für Hot Chip und Deerhunter an den Reglern saßen - kann ja nur geil werden! "Jerk" klingt nach Südsee, Nialls Vocals mal nach Gesang, dann wieder nach Rap. Inhaltlich geht es ums Rumhängen: In London, in Apartments, auf der Straße. Eine Hommage an die Zeit, in der man sich um nichts Gedanken machen musste, außer: Wie viele Cornflakes kann ich eigentlich essen, bis mir schlecht wird?

Purity Ring - Push Pull

Als ihr Song "Ungirthed" vor mehr als drei Jahren durch das Netz geistert, weiß man noch nichts über das Duo aus Alberta, Kanada. Spätestens seit ihrem Debütalbum "Shrines" von 2012 sollte allerdings jedem klar sein: Das, was Corin Roddick und Megan James alias Purity Ring da machen, ist nichts weniger als der futuristische Entwurf von Pop-Musik für das übernächste Jahrtausend. Die Songs sind melodiös, deep und erzählen Geschichten aus den dunkelsten Ecken des Lebens. Ihr aktueller Track "Push Pull" thematisiert düsteres Verlangen, Angst und emotionale Irrfahrten. Selten hat ein Bandname so viel Sinn gemacht.

Shawn The Savage Kid - Aus Prinzip

Im Sommer veröffentlichte der Regensburger Rapper Shawn The Savage Kid sein Debüt "LowLife Schickimiki". Seitdem wissen wir: Hier rappt einer über (s)eine Generation, die im Zwiespalt steckt. Zwischen Miete zahlen und limitierten Air Max, zwischen Existenzangst und Zukunftsoptimismus. Zum Studieren zog er nach Wien und verfeinert seither seine Tracks mit dem Sound der dort ansässigen Beat-Avantgardisten alias Dorian Concept & Co. Kein Wunder also, dass auch "Aus Prinzip" von seinem aktuellen Mixtape so international klingt, als würde Drake über die kantigen Beats eines Flying Lotus rappen - nur halt auf deutsch.

The Subways - Taking All The Blame

Dass es ein Leben nach "Rock ’n’ Roll Queen" gibt, haben Josh, Billy und Charlotte bereits mit den ersten beiden Songs vom ihrem mittlerweile vierten Album bewiesen. "Taking All The Blame" ist das dritte Vorab-Release aus der selbstbetitelten LP der Briten und steckt so tief in der Hitschublade, dass es schwer wird, ihn da wieder rauszuholen. Ist auch nicht nötig. Schließlich hat er alles, was wir am Sound von The Subways so lieben: Eingängige Hooks, rotzig-schnoddrige Gitarren und obendrauf Charlottes perfekte Stimme. Kann man machen, sollte man machen, werden wir hören!

Wählt eure Favoriten in die PULS Hitparade!

Jeden Freitag zählen wir runter: Im Countdown von 20 bis 1 feiern wir die Songs, die ihr und wir diese Woche besonders ins Herz geschlossen haben. Und ihr könnt die Charts (ganz legal) manipulieren...

Abstimmung

Welchen Track möchtest du kommenden Freitag in unserer Hitparade hören?

Diese Abstimmung ist beendet.

Get Well Soon - Age 14, Jumping Off The Parents’ Mezzanine

J. Cole - Wet Dreamz

Panda People - The Usual Place

SomeKindaWonderful - Reverse (Passion Pit Remix)

Yung Lean - Yoshi City

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.


0