0

Tracks der Woche #26/15 Son Lux, Madsen, Georgia, GoldLink, Waterstrider

Wenn man nicht mehr merkt, ob es sich um Newcomer oder alteingesessene Bands handelt, dann ist klar, dass hier brillante Musiker am Werk sind. Und wie ein Geist taucht Lorde irgendwie überall auf. Unsere Tracks der Woche.

Von: Dominik Haider

Stand: 19.06.2015

Tracks der Woche KW26 | Bild: Winishagency; Marco Sensche; Laura Coulson; OIM; Mallory Talty

Wir haben in Musikblogs gewühlt, bei Konzerten genau hingehört und fleißig Platten eingekauft. Das sind die neuesten Titel im PULS-Programm: Diese Songs solltet ihr diese Woche hören.

Son Lux – You Don’t Know Me

Einfache Lösungen interessieren ihn nicht, hat uns der New Yorker im PULS Interview erzählt. Genau das macht den Stil von Son Lux fast unbeschreiblich: Unerwartete Wendungen - vertrackte Rhythmen. Festes Genre: Fehlanzeige. Für sein neues Album "Bones" hat Son Lux seine Live-Musiker fest in sein Projekt integriert. Vermutlich klingt es deshalb noch fordernder und extremer. "You Don‘t Know Me" ist ein Song aus "Bones" und während der Proteste schwarzer Bürgerrechtler in den USA entstanden: "Ein offener Brief an alle, die Politik und Religion missbrauchen um andere zu unterdrücken."

Madsen – Küss Mich

Zehnjähriges Jubiläum feierten Madsen letztes Jahr mit Clubtour durch Hamburg und Livealbum - um im Jahr elf gleich das neue Album "Kompass" hinterherzuschieben. Die Single "Küss mich“ ist typisch Madsen: durchdachter Text und fetziges Gitarrenriff. Die Jungs wissen wie Headbanging und Feinfühligkeit zusammenpassen. Am 29. August treten die Wendländer übrigens für Niedersachsen beim Bundesvision Song Contest an. Aber erst rocken sie noch die Festivalsaison und holen sich ein paar Küsse ab.

Georgia – Move Systems

Georgia | Bild: Laura Coulson

Lockenköpfe erobern momentan die Popwelt. Aber auch wenn bei "Georgia“ rein äußerlich Ähnlichkeit mit "Lorde" besteht, geht sie musikalisch mit "Move Systems“ einige Schritte weiter als der neuseeländische Superstar. Das Debüt der jungen Engländerin mischt Einflüsse aus Dub, Punk und Hip Hop. Georgias Motto: Mit geordnetem Durcheinander aus exzessiven Drums, verzerrtem Gesang und vibrierenden Synthies das System verändern. Nur – welches? Vielleicht das System der Musikindustrie. Denn ihr im August erscheinendes Album "Georiga" ist komplett in Eigenregie entstanden. Aber sie weiß, was sie tut. Das Multitalent saß nämlich auch schon für Micachu and the Shapes und Kate Tempest an den Drums.

Waterstrider - Frayed

Interessantes Szenario: Man nehme dreizehn Bands, ein Studio vollgestopft mit Instrumenten und gebe jeder Band drei Tage Zeit einen Song aufzunehmen. Dieses Experiment hat sich der Produzent Jeff Saltzman ausgedacht. Zählbares Ergebnis: unter anderem die neue Single von Waterstrider. Auch sie schütteln "Frayed“ in drei Tagen aus dem Ärmel: Electronic Synth-Pop mit Bongos und funky Gitarre. Fühlt sich nach Palmen, Buchten und Sehnsucht an. Übrigens: Das sehenswerte Stop-Motion Video  zu "Frayed“ wurde aus sage und schreibe 40.000 Fotos zusammengebastelt.

GoldLink – Dance On Me

GoldLink | Bild: Winishagency

"Smooth und easy" denkt man zu Beginn, bis dann Beat und Rap richtig antreiben. Echt beachtlich und überraschend, was GoldLink hier mit "Dance On Me" abliefert - Findet auch das "XXL Magazin" und kürt GoldLink neben K Camp und Raury zu einem der Freshmen of the Year 2015. Guter Start – einer rosigen Popstar-Zukunft steht jetzt eigentlich nichts mehr im Weg. Produziert wurde der Genre-Hybrid aus Up-Tempo Hip Hop und R&B hauptsächlich vom Wiener Milo Mills. Sein Motto - #FUCKAGENRE. Das Netz hat doch eins gefunden: "Future Bounce". Am besten, Ihr macht Euch selbst ein Bild.

Abstimmung

Welchen Track möchtest du nächsten Freitag in unserer Hitparade hören?

Diese Abstimmung ist beendet.

Son Lux - You Don't Know Me

30,0 %

Madsen – Küss Mich

40,0 %

Georgia – Move Systems

30,0 %

Waterstrider - Frayed

0,0 %

GoldLink – Dance On Me

0,0 %

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.


0