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Vorgestellt // Slut Fünf Freunde der großen Geste

Altbekannt und dennoch keineswegs abgenudelt: Slut - die fünf Freunde aus Ingolstadt. Slut beweisen, dass Gitarrenpop aus der bayerischen Provinz durchaus mit Produkten der britischen Marktführer mithalten kann.

Stand: 25.03.2009 | Archiv

Slut live auf dem Taubertal Festival 2008 | Bild: BR / Sebastian Goeß

In der vermeintlichen Indierock-Diaspora Ingolstadt haben sich Mitte der 90er Jahre fünf Herren zusammengetan, um ein kleines Label namens Sticksister Records zu gründen. Vier dieser Herren traten fortan als Slut auf und veröffentlichten 1995 ihr erstes Album "For Exercise And Amusement".

Es hat dann noch etwas gedauert, bis Slut von der deutschen Indiegemeinde im großen Stil wahrgenommen wurden. Mit einer veritablen bayerischen Fanbase im Rücken und dem ersten Majordeal im Nacken nehmen Slut 2001 das Album "Lookbook" auf. Und kein anderer Ort als Weilheim und das legendäre UPhon Studio, in dem auch The Notwist ihre Platten produzieren, kommt dafür in Frage.

Die Musik bleibt Nummer eins

Slut-Sänger Christian Neuburger.

"Lookbook" und der Nachfolger "Nothing Will Go Wrong" sind tolle, aber auch ziemlich straighte Rock-Alben. Mit ihrer sechsten Platte "Still No.1" setzen Slut zum ersten Mal auf die RICHTIG große Geste. Auf dem Album geht es weg von den Gitarren. Streicherflächen, Zuckerpop, die große Schwelgerei: "Still No.1" macht seinem Namen alle Ehre.

An so was haben sich schon viele versucht. Slut gehören zu den wenigen, die das auch dürfen. Weil sie es können. Ganz einfach.


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