06:47 Uhr Farbe Kanka

Jetzt Angesagt Die P

Info Die Bonner Rapperin Die P behält ihren richtigen Namen lieber für sich. Aber sie holt freshe Boombap-Beats aus den 90ern ins Jahr 2020 und ist die erste Künstlerin, deren Musik auf dem All-Female-Rap-Label 365XX erscheint.


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Vorgestellt // Dellé Der dritte Mann

Bandkollege Peter Fox wurde zum Superstar. Sein Kumpel Demba hatte immerhin einen Achtungserfolg. Jetzt hat mit Frank Dellé der dritte und letzte Seeed-Frontmann ein Soloalbum am Start.

Stand: 08.12.2009 | Archiv

Frank Dellé | Bild: Warner / Frederick Stephenson

Eigentlich, so heißt es, war Frank Dellé gar nicht begeistert davon, dass Seeed eine Pause machen wollen. Es lief nämlich gerade supergut für das elfköpfige, selbst ernannte "mobile Reggae-Einsatzkommando": Dreimal haben sie den Echo gewonnen, alle drei Studioalben und das Livealbum landeten auf den vorderen Plätzen der deutschen Charts und dreimal hintereinander machten sie die 17.000 Leute fassende Berliner Wuhlheide voll.

Familie vs. Solokarriere

Dann war aber erst mal Schluss. Und während Kollege Pierre Baigorry als Peter Fox zu dem deutschen Solokünstler aufstieg, auf den sich alle einigen können und Kollege Demba mit seinem Soloalbum immerhin die 1Live-Krone als bester Newcomer einsackte, machte Frank erst einmal Babypause: Er reiste mit Frau und Tochter durch die USA und beschäftigte sich statt mit Musik vor allem mit sich und seiner Familie. Bis ihn die Reise nach New York führte: Dort kam der Bock auf Sounds und Beats zurück. Frank Dellé setzte sich an den Computer und begann, Songs zu schreiben – den Grundstein für seine Soloplatte "Before I Grow Old".

Bock auf Beats

Dem Roots-Reggae fühle er sich verpflichtet, sagt Frank Dellé, der sich als Solokünstler einfach Dellé nennt. Und dass er schon immer davon geträumt habe, eine echte Reggae-Platte zu machen. Die hat er jetzt: Zusammen mit dem Kölner Musikproduzenten Guido Craveiro, der unter anderem schon mit Remixen für Moloko, Monie Love und De La Soul auf sich aufmerksam gemacht hat, hat er ein Album mit dreizehn waschechten Reggae-Nummern veröffentlicht. Nicht unbedingt was für den Massengeschmack, aber trotzdem ziemlich erfolgreich: Die erste Single "Pound Power" wird die Sommer-Werbehymne für einen privaten Fernsehsender, das Album verpasst nur knapp die deutschen Top Ten.

In den Foren befürchten die Fans im Sologang von Frank Dellé das endgültige Ende von Seeed. Der aber wiegelt ab: 2010 soll's was Neues von Seeed zu hören geben, verspricht er. Dann haben alle drei Frontmänner ein Soloalbum auf dem Buckel. Könnte spannend werden, wie’s dann zusammen weitergeht.


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