Jetzt Poor Boy Children

Info Steffi Frech & Laura Daede sind seit ihrer Kindheit in einer nordischen Kleinstadt befreundet. In Berlin macht das Duo Children schillernden Synthie-Pop, der von der Kindheit auf dem Land und den Twenties in der Großstadt erzählt.


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Vorgestellt // Chance The Rapper Verkopfter Pausenhof-Musiker

Kollabos mit Skrillex, James Blake, Action Bronson und Madonna hat das Chicagoer Rap-Wunderkind Chance The Rapper bereits hinter sich – jetzt fehlt nur noch sein Debütalbum.

Von: Franziska Niesar

Stand: 06.05.2015 | Archiv

Chance The Rapper | Bild: Arion Davis

Nasale Stimme und zynisch-witzige Lyrics. Das ist Chancelor Bennett aka Chance The Rapper. Aber das ist lange nicht alles. Denn das, was der 21-jährige Rapper aus Chicago macht, klingt in jedem Song anders.

Chance the Rapper wächst in West Chatham auf, eine kleine Oase inmitten der eher roughen Großstadt Chicago, in der Schüler zuerst auf Waffen und dann auf Hausaufgaben geprüft werden. Von Gangs halten sich Chance und seine Kumpel eher fern. Mehr verkopfter Rap auf dem Pausenhof, als dreckiger Straßenrap. 2012 wird er mit Weed in den Taschen erwischt und von der Highschool suspendiert. Zehn Tage lang muss Chance zu Hause bleiben. Ergebnis: sein erstes Mixtape: "10 Day".

Arbeitet schon jetzt mit den ganz Großen

Am Schreibtisch entstanden, in der Public Library in Chicago aufgenommen. Dort gibt’s das Equipment. Ein Jahr später folgt "Acid Rap". Sieht wie ein Album aus, klingt auch wie eins, ist aber keins. Zumindest wenn’s nach Chance geht. Der will sich lieber noch ein bisschen ausprobieren, sich formen. Macht er auch, denn "Acid Rap" öffnet Türen.

Er geht mit Macklemore & Ryan Lewis auf Tour, verjüngt Madonnas aktuelles Album mit seiner Stimme, schießt sich mit Justin Bieber in die Charts und schreibt Songs mit und für Jay Zs Schützling J. Cole. Nebenbei gründet er mit Peter, Nate, Greg und Nico aka Donnie Trumpet eine HipHop-Crew: "The Social Experiment".

Er macht Musik, um Musik zu machen

The Social Experiment ist Band, Veranstalter- und Künstler-Kollektiv in einem. Sie organisieren Open Mic Performances, Konzerte und Poetry Slams. Chicago brauche solche Kollektive, sagt Chance The Rapper, eine andere Perspektive zur Gewalt. Klingt politisch, könnte es auch sein. Sein Vater Ken Williams-Bennett war Wahlkampfleiter von Barack Obama. Der Apfel fällt also nicht weit vom Stamm? Irgendwie doch. Denn was Chance eigentlich will ist Musikmachen um Musik zu machen.

Weil er die Schule deshalb fast nicht packt, stellt ihn sein Vater vor die Wahl: entweder Schule und Schluss mit Rap oder nur noch Rap - dann aber im großen Stil. Sorry, Mister Bennett, aber das ist ja mal ne leichte Entscheidung.


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