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Europe Music Awards 2016 Beyoncé und Kanye gehen leer aus

Stand: 07.11.2016

The Weeknd bei den EMAS | Bild: Remko De Waal/dpa

In Rotterdam sind die Europe Music Awards verliehen worden. Es gab Zeiten, da waren die EMAs ein wichtiger Termin im Kalender der Musikwelt. Aber die Verleihung 2016 hat gezeigt: die Betonung liegt auf gab. Das Schwesterevent der Video Music Awards ist mittlerweile eher eine Award-Show für Arme. Die Entscheidungen für die Gewinner sind zum Teil fast schon absurd: Ariana Grande wurde jetzt vor Beyoncé und Kanye West zum "Besten US-Star" gekürt.

Jetzt hat Ariana Grande zwar einige beachtliche Erfolge zu verbuchen, aber im Vergleich zu Beyoncé, die als Solo-Künstlerin über 100 Millionen Platten verkauft hat und Kanye, der immerhin 21 Grammys sein eigen nennen kann, ist sie doch eher eine mittelgroße Nummer. Zwei Grammys sind zwar auch nicht übel und Ariana Grande hat immerhin den weltweit viertgrößten Instagram-Account, aber im Vergleich zur Legacy einer Beyoncé sind das eher Peanuts.

Wenn MTV die EMAs verleiht, dann sucht man die ganz Großen fast umsonst im Publikum. Das fürt dann dazu, dass teilweise irgendwer zum Gewinner gekürt wird, hauptsache er oder sie hatte Zeit und Lust nach Rotterdam zu fahren. In der Kategorie "Bester deutsche Act" hat zum Beispiel "The Voice"-Teilnehmer Max Giesinger gewonnen. Außerdem wurde festgestellt, dass Justin Bieber die "Besten Fans" hat und das Coldplay die beste Rockband sind. Naja...

Immerhin hat Lady Gaga in Abwesenheit zwei Preise gewonnen. Ein paar bekannte Gesichter schafften es aber dann doch zu den European Music Awards: The Weeknd und Green Day waren Teil der Show - und beide Acts gingen nicht leer aus: The Weeknd hat den Preis für das beste Video gewonnen und Green Day wurden zur "Global Icon" gekürt.


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