Jetzt 7.O.D. 2nd Generation Wu

Info Der Legendenstatus des Wu-Tang Clan kann nicht besser gefeiert werden: 2nd Generation Wu sind iNTeLL, PXWER, SUN GOD und Young Dirty Bastard, die Söhne der Rapper, und die verneigen sich in "7.O.D." (2019) vor den eigenen Wurzeln.


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Donald Trump im HipHop Erst hatte er Swag, jetzt ist er whack

In Raptexten tauchen immer wieder Millionäre als Helden auf. Einer, der am häufigsten erwähnt wird, ist Donald Trump. Der stinkreiche Hochhaus-Mogul mit dem Toupé war dort lange eine Art Übervater. Das ändert sich aber gerade.

Von: Lili Ruge

Stand: 21.08.2015

Als 2011 Mac Millers Ode an Donald Trump rauskommt, gibt's erstmal Beef: Trump überlegt sogar, den Rapper zu verklagen. Aber dann wird der Song millionenfach gekauft - und der Platinglanz zieht den schwerreichen Trump an wie Kotgeruch eine Schmeißfliege.

Das ist aber nur eine Episode in der Lovestory: Trump und HipHop. Dort ist sein Name nämlich so eine Art geflügeltes Wort. Es steht für: Reichtum, Luxus und dafür, es endlich geschafft zu haben. Kanye West, P. Diddy und Rae Sremmurd featuren Donald Trump in ihren Songs.

Vom Loser zur Luxusmarke

Aber warum ausgerechnet Trump? Dieser weiße, beleibte Typ mit dem schlecht sitzenden Toupet? Der ist ungefähr so cool wie ein Stück Brot. Dazu kommt: Als Millionärssohn hat er erst Papis Bauunternehmen fast gegen die Wand gefahren und sich dann mit Casinos und einer Modelagentur über Wasser gehalten.

Trotzdem gehört er zu denen, die es geschafft haben. Mit Ratgeberbüchern zum Reichwerden und Fernsehauftritten hat er aus seinem Namen eine Marke für Luxus gemacht. Und genau das ist es, womit sich viele Rapper identifizieren: Genau wie Trump schmücken sie sich gern mit schönen Frauen, fetten Wohnungen und Karren - und eben auch mit dem Namen Donald Trumps. Kendrick Lamar rappt zum Beispiel in "Determined": "I don't wanna be a dealer, I wanna be a Trump - Donald that is."

Und jetzt will Trump auch noch amerikanischer Präsident werden! Kann er auf Support von der HipHop-Community setzen? Im Gegenteil! Trump ist zwar ein Vorbild als stinkreicher Businessman. Aber wenn es um harte Fakten geht, hört der Spaß auf.

Seit Trump im Wahlkampf mit rassistischen und frauenfeindlichen Parolen um sich wirft, verurteilen viele Rapper Trumps Aufreger-Kampagne. Ganz vorne dran: Azealia Banks. Zitat: "Ich hasse Donald Trump so sehr. Ich hoffe, bei seiner nächsten Rede steckt ihm einer eine Ratte ins T-Shirt."

Eminem regt sich über die martialischen Anfeindungen Trumps gegen mexikanische Einwanderer auf. Und kontert mit martialischem Rap:

"I'm fucked worse than Donald Trump. On Lexapro in Mexico across from a Texaco in McDonald's drunk. Broke and out of gas, busted water pump. Getting fondled up by Ronald, feeling him on his rump"

- Eminem-Freestyle bei Sway in the morning

Und als Trump nach den Anschlägen auf Paris indirekt den scharfen Waffengesetzen in Frankreich die Schuld gegeben hat, sagt Frank Ocean:

"On the real though Donald Trump. How is it interesting that these shootings happened in a country that's tough on guns? Tell us Don? Because it sounds like that vacuous observation was about giving your NRA-loving constituency a handjob and spinning a tragedy for political gain and I'm thinking maybe using a situation where dozens of innocents have just been murdered in the streets isn't the best time. No?"

- Frank Ocean auf Tumblr

Sogar sein ehemaliger "Fan" Mac Miller sagt, er würde Trump niemals wählen. Hoffentlich bringt er bald einen Anti-Trump-Track raus.


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