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Musikstreamingdienste Ist Apple grad auf Shoppingtour bei Tidal?

Anfang des Jahres wurde schon über Verhandlungen zwischen Samsung und Tidal spekuliert, jetzt kursieren Gerüchte, dass Apple Interesse an dem Musik-Streamingdienst hat.

Stand: 01.07.2016

Rapper Jay-Z | Bild: picture-alliance/dpa

Hat Jay Z ein fettes Angebot auf dem Tisch liegen? Das Wall Street Journal berichtet, dass gerade Gespräche zwischen Apple und Tidal zu einer möglichen Übernahme stattfinden. Ob auch ein Deal zustande kommt, ist noch unklar. Das Journal sagt, dass es Insiderinformationen hat - ein Sprecher von Tidal streitet die Gerüchte aber ab.
Für Apple würde eine Übernahme durchaus Sinn machen: Könnten sie das Unternehmen aufkaufen, hätten sie damit einen ihrer größten Konkurrenten vom Markt genommen und könnten sich interessante Exklusivdeals mit einigen Superstars sichern.

Tidal ist sehr erfolgreich

Jay Z hatte Tidal, mittlerweile einer der größten Streamingdienste weltweit, Anfang letztes Jahres von der schwedischen Firma Aspiro abgekauft. Bei großen Musikerkollegen ist Jay Z mit seinem Dienst ziemlich erfolgreich. Etliche Superstars wie Madonna, Rihanna oder Daft Punk haben Anteile an Tidal. Und auch bei den Nutzern läuft's: Innerhalb eines Jahres knackte der Dienst - entgegen aller Erwartungen - die drei Millionen Marke an Abonnenten.

Tidal ist exklusiv

Das Exklusive an Tidal ist, dass viele großen Stars, darunter auch viele der Teilhaber, Exklusivverträge mit dem Dienst abgeschlossen haben und ihre neue Musik somit nur auf dieser Plattform gestreamt werden kann. Tidal richtet sich außerdem speziell an Nutzer, die Songs in höchster Qualität hören wollen und dafür auch 20 Euro/Dollar hinblättern können. Kostenlos gibt es zwar nichts – es muss mindestens eine Basisversion für 10 Euro/Dollar gekauft werden – Musikvideos sowie Beiträge und Playlists von Musikjournalisten und Experten gibt es aber noch oben drauf.

Aber es gibt auch Kritik

Allerdings finden nicht alle das Konzept von Tidal gut. Unter dem Hastag #fucktidal beschweren sich zahlreiche Twitter-User über die angebliche Geldmacherei und die Exklusivrechte. Der Effekt des Ganzen wäre ihrer Meinung nach nicht die gerechtere Bezahlung für Künstler (Jay Zs Argument für die Abopreise), sondern mehr illegale Downloads.


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