Jetzt Mein Weg Taiga Trece

Info Die Münchner Rapperin Taiga Trece ist nach Umwegen über Mexiko, Bolivien und Berlin jetzt in ihrer Heimat mit Produzent Nik le Clap dabei, ein an Lauryn Hill und Erykah Badu erinnerndes R'n'B-HipHop-Gebräu zu kreieren.


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"Painting With" Drei Gründe, warum die neue Animal-Collective-Platte wie immer klingt - und genau deshalb total anders

Die Dschungel-Rave-Bros sind zurück - und die Stimmung auf der neuen Platte ist wie immer gleichzeitig Kindergeburtstag und Guggenheim-Museum. Trotzdem ist einiges neu im Soundkosmos der Band.

Von: Florian Kreier

Stand: 19.02.2016 | Archiv

Animal Collective | Bild: Tom Andrew

Grund 1: "Painting With" ist die ultimative Abgeh-Platte.

Angenommen, ihr seid fertig mit Schule oder Ausbildung. Oder einfach nur fertig. Das muss gefeiert werden! Und was würde sich dafür besser anbieten als 150 Beats per Minute und verschallerte LSD-Chöre? Richtig: nichts. "Painting With" liefert straighte Beats, keinen Noise und lauter Songs im Drei-Minuten-Popformat. Aufgenommen wurde die Platte im Mekka der Popmusik: den East-West-Studios, wo auch Stevie Wonder, Michael Jackson und Brian Wilson schon aufgenommen haben.

Grund 2: "Painting With" ist ihr bisher schrulligstes Album.

Von Neon-Rave in Mexico City über Autoscooter mit Dosenbier in Remscheid bis Good-Morning-Yoga in New York: Diese Platte funktioniert überall, wo ADHS eine Geisteshaltung und Stroboskop ein Grundgefühl ist. Die Brooklyn-Boys verwursten immer seltsame Sounds und Ideen. Dieses Mal aber toppen sie sich selbst: Die Vocals sind auf Podesten aufgenommen, damit sie luftiger klingen. Drogen waren dabei keine im Spiel - dafür haben sich die Jungs von Steinkreisen, Kubismus und Dinosaurierfilmen inspirieren lassen. Im Studio dabei war Avantgarde-Legende und Velvet-Underground-Gründungsmitglied John Cale - auch so ein Experte in Sachen hyperaktive Schrulligkeit. Ah ja - und das Cover haben die Jungs selbst gemalt.

Grund 3: Animal Collective erfinden sich wie immer neu.

Das Cover - selbstgemalt!

Auf ihren vorherigen Platten versteckten sich Animal Collective hinter Hall- und Delay-Wolken. Auch auf den Covern waren sie nie zu sehen. Programmierte Beats hörte man selten, meistens waren die Tracks rhythmisch vertrackt. Jetzt ist alles anders: Auf dem Cover ist ein Selbstportrait der Band. Die Beats laufen geradeaus, 140bpm, 4-to-the-floor. Animal Collective springen ihren Hörern mit einem Grinsen ins Gesicht, das einmal um die ganze Welt reicht. Wer hätte das gedacht: Die New Yorker haben Spinnerei gegen Staightness eingetauscht.

Fazit: Wer Animal Collective liebt, wird auch "Painting With" lieben.

Warum wird diese Band geliebt? Weil sie Schrulligkeit mit krassen Pop-Hooks kombiniert. Weil sie Hipster-Vibe und Selbstironie vermanscht wie keiner sonst. Weil sie sich auf jeder Platte verwandelt. Also: Wenn ihr Animal Collective liebt, dann habt ihr jetzt eine neue Platte des Jahres!

"Painting With" erscheint am 19. Februar.


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