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Lebenslinien / Zur Sache, Schätzchen Uschi Glas im Fokus

Jahrzehntelang steht Uschi Glas im Blitzlichtgewitter als "Schätzchen der Nation", genießt ihre Bekanntheit und bemüht sich um ein intaktes Privatleben. Dann folgt eine Zeit schwerer Rückschläge. Inzwischen bekommt sie wieder Filmrollen, die sie ausfüllen. Und sie hat eine neue Liebe gefunden. Ihr zweiter Mann und sie kümmern sich gemeinsam mit ihrem Verein "BrotZeit" um benachteiligte Schulkinder. Uschi Glas im Fokus: in den "Lebenslinien" und in "Zur Sache, Schätzchen" am 14. November 2016 ab 21.00 Uhr im BR Fernsehen.

Stand: 02.11.2016

Lebenslinien: Uschi Glas - Ich weiß, wo ich herkomm' | Bild: BR/Roberto Ferrantini

Uschi Glas wächst in Landau an der Isar auf. Auch weil ihre Familie evangelisch ist, bekommt Uschi früh mit, was Ausgrenzung ist. Als das Geld für das Abitur nicht reicht, macht sie einen Abschluss als technische Zeichnerin und findet 1964 in München Arbeit. Dort führt die begeisterte Kinogängerin bei einer Premiere hitzige Gespräche mit Filmleuten. Bald bietet man ihr eine kleine Rolle an. Dabei bleibt es nicht: Als "Winnetous Schwester Apanatschi" wird sie schnell bekannt, mehr noch durch May Spils Schwabinger Komödie "Zur Sache Schätzchen". Damit gilt sie jahrzehntelang als "Schätzchen der Nation".

Dann brechen Kinofilm- und Fernsehanfragen weg, ihre Ehe scheitert nach fast 30 Jahren, und der älteste Sohn muss mehrmals ins Gefängnis. Hämische, schmerzliche Presse begleitet sie, bis sie sich für ein Jahr komplett aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Dann gründet sie mit ihrem jetzigen Mann Dieter Herrmann den gemeinnützigen Verein "BrotZeit", der jeden Morgen an 135 Schulen benachteiligten Kindern ein Frühstück anbietet. Uschi Glas steht auch wieder vor der Kamera. Doch sie weiß um die Unbeständigkeit des Filmgeschäfts. "Das Leben bricht mich nicht", sagt die heute 71-Jährige, denn "mein Schicksal bin ich selber".

Im Anschluss an diese „Lebenslinien“ zeigt das BR Fernsehen um 21.00 Uhr „Zur Sache, Schätzchen“, den Film, mit dem Uschi Glas als Schauspielerin bekannt geworden ist.

Darin geht es um den 25-jährigen Martin (Werner Enke), der der Arbeit gegenüber sehr zurückhaltend ist. Zusammen mit seinem Kumpel Henry (Henry van Lyck) lebt er in ihrer Schwabinger WG in den Tag hinein. Doch alles ändert sich, als er sich in die attraktive Barbara (Uschi Glas) verliebt und einen Einbruch beobachtet: Denn als er die Anzeige bei der Polizei aufgibt, verdächtigen ihn die Beamten selbst der Tat. Hinzu kommt, dass er dem Schlagerproduzenten Viktor Block (Helmut Brasch) noch einen Text schuldet. Plötzlich steckt Martin bis über beide Ohren im Chaos.

Die Pasinger Fabrik und die Schamoni Film & Medien GmbH widmen "Zur Sache, Schätzchen" in München eine Ausstellung. Vom 1. Dezember 2016 bis 29. Januar 2017 stellt das Schamoni-Archiv als Leihgabe Produktionsunterlagen, Drehbücher, Fotografien der Dreharbeiten sowie Original-Poster zur Verfügung.


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