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Dreiteiler im BR Fernsehen "Seenflimmern"

BR Fernsehen zeigt in der dreiteiligen Hochglanzreihe „Seenflimmern“ zu Pfingsten und Fronleichnam am Sonntag, 15., Montag, 16. und Donnerstag, 26. Mai 2016 jeweils um 19.15 Uhr drei bayerische Seen in ungewöhnlichen Aufnahmen. Neben spannenden und unkonventionellen Protagonisten werden die Seen in den Mittelpunkt der Erzählung gestellt, um so einen neuen Blick für vermeintlich Bekanntes und Vertrautes zu schaffen.

Stand: 03.05.2016

Seenflimmern - Der Starnberger See | Bild: BR/SZ-TV

Seen sind ein Inbegriff von Freiheit. Sie sind Traum- und Fluchtorte, Oasen des Alltags, Schmuckstücke der Landschaft.

Sie sind mythische Orte voller Geheimnis, aber auch Herausforderung und ein besonderer Lebensraum für Mensch und Tier.

Die dreiteilige Hochglanzreihe „Seenflimmern“ zeigt drei bayerische Seen in ungewöhnlichen Aufnahmen. Neben spannenden und unkonventionellen Protagonisten werden die Seen in den Mittelpunkt der Erzählung gestellt, um so einen neuen Blick für vermeintlich Bekanntes und Vertrautes zu schaffen.

Die Sendungen

Pfingstsonntag, 15. Mai 2016, 19.15 Uhr
Seenflimmern
Der Chiemsee
Ein Film von Lisa Eder-Held

Florian Lex wollte, im Gegensatz zu seinem Zwillingsbruder, nie weg von der Fraueninsel. Schon als Bub hat er es geliebt, mit seinem Großvater auf den See hinauszufahren, um zu fischen. Heute führt er die Fischerei Lex auf der Insel in der achter Generation. Für ihn ist ein Tag gelungen, wenn er morgens den Fang einholen und am Nachmittag seinem Lieblingssport, dem Kytesurfen nachgehen kann. Florian Lex war dafür auf der ganzen Welt unterwegs, am schönsten aber ist es für ihn am Chiemsee.
Wo König Ludwig II. ein Abbild von Schloss Versailles schaffen wollte, unzugänglich und den Blicken der Öffentlichkeit entzogen, lebt und arbeitet Jakob Nein. Er ist Landschaftsgärtner, Jäger und ein absoluter Naturmensch. Er ist verantwortlich für den Wald, die Wiesen und die rund 60.000 Freilandblumen, die alleine den Schlosspark auf Herrenchiemsee schmücken.
Für die Biologin Katharina Stöckl und ihr Team ist der See Forschungsobjekt. Sie sucht auf dem Gewässergrund nach Süßwassermuscheln, die eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen, weil sie das Wasser sauber halten und diversen Fischarten einen Platz zum Laichen bieten.
Alle Bandmitglieder der „Lischkapelle“ haben ihre Wurzeln im Chiemgau, und der Chiemsee zieht sie auch heute noch magisch an: als Inspirationsquelle für Texte, zum Fotoshooting und für Konzerte. Sie verwenden zwar traditionell bayerische Instrumente wie Ziach, Tuba und Posaune, sind aber längst in der Pop-Musik angekommen.

Pfingstmontag, 16. Mai 2016, 19.15 Uhr
Seenflimmern
Der Tegernsee
Ein Film von Bärbel Jacks

„Die magische Kraft des Tegernsees hat mich in den Bann gezogen“, sagt der Fotograf Chris Tille. Jahrelang reiste er im Auftrag von großen Unternehmen durch die Welt, bis er eines Tages entschied, die Seenoberfläche als Leinwand seiner Fotografien zu betrachten. Seit sieben Jahren fotografiert Chris Tille ausschließlich den Tegernsee. Dabei stößt er in die Tiefe von Makrowelten vor und findet in Wellenformen, Lichtreflexen und Spiegelungen kunstvolle Botschaften.
Alv Kintscher ist der Geheimtipp unter den „Interiordesignern“. Internationale Größen lassen sich von ihm ihre ganz privaten Rückzugsorte gestalten. Sein Merkmal: Er arbeitet mit natürlichen Materialien und benutzt für seine Einrichtungen Fundstücke aus dem See oder den Bergen um den See. Im Kontrast zu klaren modernen Linien schafft er ein oberbayerisches Design, das nicht heimelig wirkt. „Modern Nature“ nennt er das.
Wenn Regina Glas in die Luft gehen kann, dann ist sie glücklich. Seit ihrer Kindheit hat sie immer vom Fliegen geträumt. Inzwischen ist sie eine der besten Drachenfliegerinnen der Welt und Teamchefin der deutschen Nationalmannschaft. Auf Reisen mit ihrem Drachen hat sie viele schöne Landschaften gesehen, aber am Wallberg hoch überm Tegernsee zu starten, das sei unvergleichlich, wie Heimkommen. „Der See gibt mir seine ganz eigenen Zeichen. Wenn der Wind abflaut, dann flimmert alles – Seenflimmern, schwer zu beschreiben, unglaublich schön.“
Der Ort Gmund ist für sein Papier bekannt. Das hochwertige Produkt aus der alteingesessenen Fabrik beschert dem Ort immer jährlich wieder einen Hauch von Hollywood-Glamour, denn hier werden die Oscar-Umschläge gefertigt. Florian Kohler ist Papiermacher in vierter Generation und nicht nur stolz auf das internationale Prestige.
Der Arbeitstag von Simpert Ernst beginnt morgens um vier Uhr. Er ist einer von drei Freunden, die die Fischerei Tegernsee betreiben. Nachhaltigkeit ist den jungen Fischern besonders wichtig, denn sie wollen noch in 20 Jahren von der Fischerei leben können.

Donnerstag (Fronleichnam), 26. Mai 2016, 19.15 Uhr
Seenflimmern
Der Starnberger See
Ein Film von Lisa Eder-Held

Marco Goetz liebt den Wind, die Luft und die Verwandlungen der Natur im Jahreslauf. Der renommierte Architekt und begeisterte Segler will einen „schwimmenden Strand“ errichten, der seine Position abhängig von Wind und Wetter wählt und dabei ungewöhnliche Perspektiven vom Wasser aus ermöglicht. Vorbild ist das Prunkschiff der „Churfürstlichen Flotte“, ein schwimmendes Jagdschloss der bayerischen Herzöge. Es war um 1700 eine Sensation. Nun schickt Goetz sich an, einen ähnlichen Blickfang zu schaffen.
Auf der Roseninsel, wo sich einst Märchenkönig Ludwig II. und Kaiserin Sisi ein Stelldichein gaben, erforschen heute Wissenschaftler die Rätsel der Vergangenheit. Der Archäologe Tobias Pflederer sucht unter Wasser nach den Überresten jahrtausendealter Besiedlung.
Bis zu 20.000 Vögel zählt die Ornithologin Andrea Gehrold an manchen Wintertagen. Der Nachwuchs der seltenen Fluss-Seeschwalbe liegt ihr besonders am Herzen. Weitab vom betriebsamen Ufer brüten sie auf geschützten Flößen.
Für Sr. Raphaela vom Orden der Missionsbenediktinerinnen ist der See zur zweiten Heimat geworden. Seit über vierzig Jahren lebt sie in Tansania, kehrt aber immer wieder ins Mutterkloster in Tutzing zurück. Am Wasser schöpft sie Kraft für ihre Arbeit.
Ernst Simmerding betreibt in Leoni eine Bootswerft. Der Familienbetrieb kann auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken. Der studierte Förster ist gleichzeitig auch Fischer – und ein echter Lebenskünstler dazu. Einer wie er wäre ohne den Starnberger See schlichtweg nicht vorstellbar.


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