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Preis der deutschen Filmkritk 2018 Zwei Auszeichnungen für BR-Kinokoproduktionen

Der Bayerische Rundfunk freut sich über zwei Auszeichnungen beim Preis der deutschen Filmkritik 2018: Josef Bierbichler ist für sein Drehbuch von "Zwei Herren im Anzug" ausgezeichnet worden und Eva Trobisch hat für ihren Film "Alles ist gut" den Preis für das beste Spielfilmdebüt erhalten. Am Montag, 11. Februar 2019, hat der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) in zwölf Kategorien im Rahmen der 69. Internationalen Filmfestspiele in Berlin seine Preise verliehen.

Stand: 12.02.2019

Der Verband der deutschen Filmkritik zeichnet seit 1956 deutsche Filme aus, die nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien bewertet werden, sondern ausschließlich nach künstlerischen. Über die Preisvergabe entscheiden mehrere Jurys, die aus Mitgliedern des Verbandes der deutschen Filmkritik bestehen. Es ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird.

"Zwei Herren im Anzug" – Bestes Drehbuch: Josef Bierbichler

Filminhalt
Es ist das Jahr 1984, und es ist am Ende des Sommers.
Im ausgedienten Tanzsaal eines ehemals traditionsreichen Gasthauses am See haben der Wirt und Bauer Pankraz (Josef Bierbichler) und sein 35-jähriger Sohn Semi (Simon Donatz) gerade die letzten Gäste verabschiedet, die zum Leichenschmaus zu Ehren der verstorbenen Frau und Mutter Theres (Martina Gedeck) erschienen waren.
Nun sitzen Vater und Sohn in erzwungener Gemeinschaft beisammen und unterhalten sich über die Vergangenheit: 1. und 2. Weltkrieg, alliierte Besatzung, den ersten Traktor, Kalten Krieg, Wirtschaftswunder, Flüchtlinge, Studentenunruhen, die Familie. Alles kommt stockend und sehr persönlich zur Sprache und (für den Zuschauer) ins Bild. Zwei unbekannte, vornehm gekleidete Herren (Johan Simons und Peter Brombacher) werden sie vom späten Nachmittag an bis in die anbrechende Nacht hinein als zwar ungebetene, aber doch eindringliche Stichwortgeber ihres familiären Erinnerns über einen Zeitraum von 70 Jahren begleiten.

Filminfos

Drehbuch und Regie: Josef Bierbichler
Darsteller: Josef Bierbichler, Martina Gedeck, Simon Donatz, Irm Hermann, Sarah Camp, Florian Karlheim, Sophie Stockinger, Catrin Striebeck u.a.
Produktion: X-Filme Creative Pool Entertainment (Produzenten: Stefan Arndt, Uwe Schrott) in Koproduktion mit BR, WDR und ARTE, ARRI Media und X Verleih in Zusammenarbeit mit PACIFIC Enterprises, gefördert von FFF Bayern, FFA, Medienboard Berlin-Brandenburg, Mitteldeutsche Medienforschung und DFFF
Redaktion: Cornelia Ackers (BR), Carlos Gerstenhauer (BR), Sophie Seitz (WDR), Andreas Schreitmüller (ARTE), Monika Lobkowicz (BR/ARTE)

"Alles ist gut" – Bestes Spielfilmdebüt: Eva Trobisch

Filminhalt
Alles ist gut – so zumindest der Eindruck, den Janne (Aenne Schwarz) vermitteln möchte. Aber nichts ist gut. Nicht, seitdem ihr neuer Chef ihr seinen Schwager Martin (Hans Löw) vorgestellt hat, der am Abend ihres Kennenlernens gegen ihren Willen mit ihr schläft. Danach lässt Janne erst mal alles seinen gewohnten Gang gehen – wenn man die Dinge nicht zum Problem macht, hat man auch keins. Doch ihr Schweigen über den Vorfall weicht nach und nach einer stillen Ohnmacht. Bis Janne ihr Leben und die Liebe zu ihrem Freund Piet (Andreas Döhler) langsam entgleiten. Eine Nacht, die für einen kurzen Moment den falschen Abzweig nimmt. Mit stiller Wucht erzählt „Alles ist gut“ von den Folgen, die sich für die Beteiligten daraus ergeben – für Janne, für ihren Freund Piet, der von dem Vorfall nichts weiß, und für Martin, der seinerseits um den richtigen Umgang mit der Situation ringt.

Filminfos

Drehbuch und Regie: Eva Trobisch
Darsteller: Aenne Schwarz, Andreas Döhler, Hans Löw, Tilo Nest, Lina Wendel, Lisa Hagmeister, Falk Rockstroh, Katrin Röver, Franziska Rieck, Dagny Dewath, Doris Buchrucker, Alexander Tschernek, Annika Blendl, Norbert Ortner, Valentina Kühnel u.a.
Redaktion: Natalie Lambsdorff (BR), Claudia Gladziejewski (BR), Carlos Gerstenhauer (BR)
Produktion: Trimafilm (Produzenten: Trini Götze, David Armati Lechner) in Koproduktion mit Starhaus Filmproduktion, BR und Hochschule für Fernsehen und Film München, gefördert von FFF Bayern


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