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DOX - Der Dokumentarfilm im BR Die Welt ist noch zu retten?!

John Websters Ur-Enkelin Dorit wird wohl in den 2060er-Jahren geboren werden. Was für eine Welt wird Dorit dann erleben? Wie wird sich ihre Welt von seiner unterscheiden? Die persönliche Erfahrung des Verlustes, die den Filmemacher sein ganzes Leben begleitet, ist der Ausgangspunkt für eine emotionale und physische Reise rund um die Welt, auf die Webster den Zuschauer mitnimmt – zu sehen in deutscher Erstausstrahlung im BR Fernsehen am Mittwoch, 6. Juni 2018 auf dem Sendeplatz "DoX – Der Dokumentarfilm im BR" und nach Ausstrahlung in der BR Mediathek unter www.br.de/mediathek

Stand: 18.05.2018

John Websters Ur-Enkelin Dorit wird wohl in den 2060er-Jahren geboren werden. Was für eine Welt wird Dorit dann erleben? | Bild: BR

Der Originaltitel von "Die Welt ist noch zu retten?!“ lautet "Little Yellow Boots“ und spielt auf die Gummistiefel der zukünftigen Erdbewohnerin Dorit an. Die Gummistiefel, die oft in Aufnahmen der Gegenwart geblendet werden, markieren den Meeresspiegel in 50 Jahren. Sie werden zum Leitmotiv, zur bedrohlichen Metapher des Klimawandels, aber auch zu einem Symbol der Hoffnung. Denn: Was – sowohl Gutes als auch Schlechtes – übergeben die Menschen denen, die nach ihnen kommen?

Der Filmemacher schreibt einen filmischen Brief an das Mädchen und nimmt den Zuschauer mit auf eine emotionale Reise um die ganze Welt: von Finnland durch ganz Russland zu den sibirischen Kohlengruben, auf die Marshall-Inseln im Pazifik und durch die USA nach New York. Er verwebt nahtlos Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einen schönen, bewegenden und hoffnungsvollen Dokumentarfilm über die Macht eines jeden von uns, die Welt zu verändern.

John Webster, der in Finnland geboren wurde und dessen Eltern aus England stammen, hat sich auf "Human Interest Stories" spezialisiert, also Filme mit starken Identifikationsfiguren, deren Leben über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt wird. Charakteristisch für seine Werke ist eine Mischung aus tragischen und lustigen, melancholischen und fröhlichen Elementen. Schon in seinem ersten Film "Anleitung zur Katastrophe“ aus dem Jahr 2008 widmete er sich dem Thema und auch in diesem Film war er selbst der Protagonist. Damals machten er und seine Familie einen bemerkenswerten Selbstversuch: Sie wollten ein Jahr lang auf Erdöl und Erdölprodukte verzichten. Eine gesellschaftskritische Geduldsprobe mit überraschenden Erkenntnissen. Für "Anleitung zur Katastrophe“ erhielt Webster den Jussi, den nationalen Filmpreis Finnlands in den Kategorien "Bestes Drehbuch“ und "Bester Dokumentarfilm“. "Die Welt ist noch zu retten?!“ ist Websters zweiter Film über den Klimawandel.


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