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alpha-thema 70 Jahre UN-Menschenrechtscharta

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." So heißt es in Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die vor genau 70 Jahren verabschiedet wurde. Die Menschenrechte sollen Macht und Willkür Grenzen setzen. Doch wie sieht die Realität aus? Der Programmschwerpunkt "alpha-thema: 70 Jahre UN-Menschenrechtscharta" untersucht ihre Geschichte und Geltung und fragt, wie sie gestärkt werden können – am 10. Dezember 2018, dem Tag der Menschenrechte, ab 19.30 Uhr in ARD-alpha.

Stand: 06.12.2018

Die UN Vollversammlung verabschiedt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (10.12.1948) | Bild: picture-alliance/dpa

In "alpha-demokratie" diskutiert die Moderatorin Özlem Sarikaya um 19.30 Uhr mit dem Völkerrechtler Professor Christian Walter von der Ludwigs-Maximilians-Universität München über den langen Weg bis zur Deklaration der Menschenrechte, über ihre Bedeutung heute und darüber, warum auch Staaten, die Vorreiter für die Menschenrechte waren, sich nicht immer an sie gebunden sehen.

Wenn Menschen der Willkür eines Regimes ausgeliefert sind, können sie nicht darauf hoffen, ihr Recht im eigenen Staat zu bekommen. Der Film "Zeugen gegen Assad. Die Suche nach Gerechtigkeit für Syrien“ um 20.15 Uhr begleitet ein syrisches Paar und dessen Anwälte dabei, wie sie versuchen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sie in ihrer Heimat erleben mussten, in Deutschland vor Gericht zu bringen. Nur mit Gerechtigkeit, sagen sie, könne in Syrien Frieden einkehren.

Vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wurden zum ersten Mal Vertreter eines souveränen Staates, des nationalsozialistischen Deutschlands, wegen Verletzung des Völkerrechts zur Rechenschaft gezogen – ein Meilenstein in der Rechtsgeschichte. Der Film "Von Nürnberg nach Den Haag. Die Geschichte der Kriegsverbrecherprozesse“ zeichnet um 21.00 Uhr den Weg der juristischen Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen vom Nürnberger Militärtribunal bis zum Haager Strafgerichtshof nach. Er zeigt die Beschränkungen, denen die Strafverfolgung in Den Haag unterliegt, aber auch die Erfolge und die optimistische Kraft, mit der man sich dort für die Menschenrechte einsetzt.     

Auch 70 Jahre nach Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist ihre Achtung in vielen Ländern noch immer äußerst prekär.

In "alpha-thema Gespräch: Die Menschenrechte sind unverhandelbar" diskutieren um 21.45 Uhr zwei Juristinnen, die Frauenrechtsexpertin Yanina Bloch und Christina Binder, Expertin für Menschenrechtsschutz, die als Wahlbeobachterin viele Krisenherde der Welt besucht hat. Das Gespräch moderiert Özlem Sarikaya.

In der Reportage "RESPEKT“ um 22.15 Uhr trifft Presenterin Sabine Pusch Vertreter von Organisationen, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzen, und fragt: Ist die 70 Jahre alte UN-Erklärung heute überholt – oder notwendiger denn je?

alpha-thema: 70 Jahre UN-Menschenrechtscharta am 10. Dezember 2018

19.30 Uhr: alpha-demokratie
70 Jahre UN-Menschenrechtsdeklaration
Gast: Prof. Dr. Christian Walter, Ludwig-Maximilians-Universität München
Moderation: Özlem Sarikaya
BR Mediathek: 5 Jahre nach Ausstrahlung

20.15 Uhr: Zeugen gegen Assad
Die Suche nach Gerechtigkeit für Syrien – „Die Story im Ersten“
Dokumentation, SWR 2018

21.00 Uhr: Von Nürnberg nach Den Haag
Die Geschichte der Kriegsverbrecherprozesse
Dokumentation, BR 2010

21.45 Uhr: alpha-thema Gespräch: Die Menschenrechte sind unverhandelbar
Gespräch, 2018: Gäste: Prof. Dr. Christina Binder, Universität der Bundeswehr München, und Dr. des. Yanina Bloch
Moderation: Özlem Sarikaya
BR Mediathek: 5 Jahre nach Ausstrahlung

22.15 Uhr: RESPEKT
Alle Menschen sind frei? Wozu es Menschenrechte braucht
Reportage, 2018
BR Mediathek: 5 Jahre nach Ausstrahlung


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