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Neue Historienreihe mit Friedrich von Thun Die Akte Habsburg

Ab 5. März 2018 bietet ARD-alpha mit neuen Sendungen und einem neuen Programmschema mehr Orientierung, mehr Vielfalt und viel Raum für Neues. Der Sendeplatz "alpha-geschichte" nimmt freitags von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr Meilensteine und Wendepunkte der Geschichte in den Blick. Den Anfang macht die neue Dokumentarreihe "Die Akte Habsburg", präsentiert von Schauspieler Friedrich von Thun. ARD-alpha zeigt sie ab 9. März 2018 an drei aufeinanderfolgenden Freitagen um 20.15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung.

Stand: 07.02.2018

Schauspieler Friedrich von Thun präsentiert die Historienreihe "Die Akte Habsburg" | Bild: BR/ORF/Vaughan Video

Der Mythos Habsburg scheint auf ewig zu glänzen. Das europäische Adelsgeschlecht herrschte ein dreiviertel Jahrtausend und ging damit in die Weltgeschichte ein. Die Historienreihe "Die Akte Habsburg", eine internationale Koproduktion aus dem Jahr 2017 von Ronald und Roswitha Vaughan, beleuchtet in fünf Teilen ausgewählte Repräsentanten des Herrscherhauses, die die großen Weichen stellten: die Thronfolger Kronprinz Rudolf und Erzherzog Ferdinand, die es nie auf den Thron schafften; Franz II., der das österreichische Kaiserreich erfand, um sich wenigstens eine Krone aufsetzen zu können; Joseph II., der nach Reformen drängte, aber von seiner Mutter Maria Theresia aufgehalten wurde; Leopold I., der trotz Überforderung einen bahnbrechenden politischen Erfolg erzielte; und schließlich Rudolf I. und Rudolf der Stifter, die beide von Anfang an kompromisslos auf Sieg spielten.

Als Erzähler tritt Schauspieler Friedrich von Thun auf. Er beginnt im 20. Jahrhundert und verfolgt die Geschichte im Laufe der Serie chronologisch zurück bis ins Mittelalter.

 Die einzelnen Folgen im Überblick:

Erzherzog Franz Ferdinand

Freitag, 9. März 2018
20.15 Uhr
Die Thronfolger, die keine waren
Kronprinz Rudolf und Erzherzog Franz Ferdinand waren Thronfolger, die nie den Thron bestiegen. Beide verfolgten gänzlich unterschiedliche Konzepte als der greise Franz Joseph. Beide hätten, jeder auf seine Weise, eine andere Monarchie gebaut. Eine, die sich vermutlich nicht in den Abgrund des Ersten Weltkriegs gestürzt hätte. Wie würde die Welt aussehen, wenn es die Schüsse von Mayerling und von Sarajevo nicht gegeben hätte?

21.00 Uhr
Der Kaiser, der das Reich verlor
Jeder Habsburger Kaiser diente dem Reich, dem römischen Reich deutscher Nation. Manche schafften es, das Reich zu mehren, andere mussten Gebiete verloren geben. Aber jeder dieser Monarchen blieb römisch-deutscher Kaiser. Nur einem blieb es vorbehalten, gleich das ganze Reich zu beerdigen: Franz II., der das österreichische Kaiserreich erfand, um sich wenigstens irgendeine Krone aufsetzen zu können.

Freitag, 16. März 2018
20.15 Uhr
Der Revolutionär auf dem Thron
Als einer der wegweisendsten und zugleich umstrittensten Habsburger ging Joseph II. in die Geschichte ein. Voll von revolutionären Ideen musste er zusehen, wie seine Mutter Maria Theresia auf dem Thron alt wurde, während ihm nur noch zu wenig Zeit blieb für das, was er alles umkrempeln wollte. Kein Wunder, dass seine Zeitgenossen und auch er selbst ihn als gescheitert ansahen. Und doch hatte sich an ihm ein Licht entzündet, das nicht mehr erlöschen würde. Oft war er inkognito in Kneipen und Kutschen unterwegs und lebte bei Würstel und Bier das Leben seiner Untertanen.

21.00 Uhr
Die Türken vor Wien
Der Sieg über die osmanischen Belagerer vor Wien 1683 rettete das Abendland vor der türkischen Expansion. Aber wessen Sieg war es? Der des Stadtverteidigers Starhemberg? Der des polnischen Königs Sobieski mit seinem Entsatzheer? Oder der des Kaisers Leopold I.? Fakt ist: Leopold ergriff rechtzeitig die Flucht und überließ seine Residenzstadt dem Chaos. Dennoch verlangte er nach dem Sieg, mit den Feierlichkeiten auf ihn zu warten. Der Habsburger wirkte gebrechlich und schien schon von weniger großen Herausforderungen überfordert. Doch immerhin hatte er rechtzeitig den Verteidigungspakt mit Polen geschlossen.

Szene mit Rudolf IV. bei Karl IV.

Freitag, 23. März 2018
20.15 Uhr
Aufstieg einer Dynastie
Die jahrhundertelange Karriere der Habsburger kam nicht von selbst. Machthunger, Berechnung und Tricks bereiteten ihnen den Weg. Vor allem zwei Persönlichkeiten namens Rudolf spielten von Anfang an kompromisslos auf Sieg: Rudolf I., der erste Habsburger auf dem Kaiserthron, trieb seinen mächtigen Gegenspieler Ottokar systematisch in die Ecke. Rudolf der Stifter machte mit seiner Fälschung des Privilegium maius seine Familie erst auf Dauer hoffähig und brachte die Habsburger auf Augenhöhe mit den damals dominanten Häusern Wittelsbach und Luxemburg.

Alle Folgen sind nach Ausstrahlung auch 30 Tage in der BR Mediathek abrufbar.

 


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