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ARD und ZDF Teamleistung vor und hinter den Kulissen

Olympische Winterspiele unter Palmen, am Schwarzen Meer und im Kaukasus – wenn das keine Herausforderung darstellt! Die Olympiasender ARD und ZDF stellen sich dieser gemeinsam unter der Gesamtfederführung des ZDF und der ARD-Verantwortlichkeit des Bayerischen Rundfunks in München. Eine Teamleistung vor und hinter den Kulissen, um Wintersport in gewohnter Qualität anzubieten und zudem mit einem geschärften Blick auf die Gegebenheiten vor Ort in Russland sowie die Olympische Entwicklung insgesamt zu werfen.

Stand: 04.12.2013

Christoph Netzel, Werner Rabe, Volker Herres, peter Frey, Dieter Gruschwitz, Anke Scholten, Katrin Müller-Hohenstein, Gerhard Delling (v.l.) | Bild: BR/Julia Müller

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe wurden seit rund zwei Jahren alle erforderlichen Vorbereitungen in enger Abstimmung zwischen ARD und ZDF getroffen: von der technischen Planung über die Reise- und Hotellogistik bis hin zu den schwierigen Themen wie Transport von technischem Equipment. Denn es wartet schon das nächste sportliche Großereignis: die Fußball-WM ab Mitte Juni in Brasilien. Ein Teil der Ausrüstung geht direkt von Sotschi nach Rio de Janeiro.

Synergien sparen Kosten

Rund 240 Stunden TV-Programm abwechselnd auf beiden Kanälen, ein umfangreiches Online-Angebot mit Livestream des jeweiligen Hauptprogramms plus vier weitere Streams und dazu die ARD-Hörfunkwellen garantieren Olympia nahezu rund um die Uhr. Für das trimediale Rundumerlebnis an Fernseher, Radio, Smartphone, Tablet oder Computer arbeiten ARD und ZDF sowohl technisch als auch personell Hand in Hand. Beide Sender greifen auf eine gemeinsame Infrastruktur zurück, wie zum Beispiel die bei den verschiedenen Großereignissen weltweit zum Einsatz kommende Mobile Produktions-Einheit (MPE) oder drei große Übertragungswagen. Beim Biathlon wird ein BR-Ü-Wagen zum Einsatz kommen, an der Skisprungschanze ein Ü-Wagen vom SWR, das ZDF stellt den Ü-Wagen am alpinen Venue.

Auch im personellen Bereich werden viele Synergien geschaffen, wie beim gemeinsamen Team aus Technik und Produktion, z. B. an den Kameras, im Schaltraum, an den Schnittplätzen, in der Regie und draußen an den Sportstätten. Im redaktionellen Bereich wird ebenfalls im Team gearbeitet: Im Livestream auf sportschau.de/olympia kommentieren an ARD-Sendetagen die ZDF-Reporter, an ZDF-Tagen sind die ARD-Kollegen auf www.zdfsport.de im Einsatz. Insgesamt belaufen sich die Produktionskosten auf rund 10 Millionen Euro für Fernsehen, Hörfunk und Online. Die Kosten für die Sportübertragungen reduzieren sich gegenüber 2006 in Turin um zwei Millionen Euro, gegenüber Vancouver 2010 um rund fünf Millionen. ARD und ZDF haben insgesamt die Produktions- und Redaktionskosten um rund 30 Prozent verringert.

Obwohl sich die Zahl der Wettbewerbe gegenüber Vancouver um 12 auf 98 erhöht hat, konnten ARD und ZDF die Zahl der Mitarbeiter in Sotschi durch intensive Planung und Kooperation reduzieren. Die ARD führt erstmals wieder eine Heimatredaktion ein, die viele Tätigkeiten übernimmt. Das gemeinsame Team von ARD und ZDF für die Sportberichterstattung im Fernsehen und Online umfasst vor Ort rund 450 Mitarbeiter (Produktion, Redaktion und Berichterstatter), hinzu kommen 46 Kollegen des ARD-Hörfunks (Produktion, Redaktion, Berichterstatter). Gegenüber Vancouver hat sich das Sport-Team insgesamt um über 90 Personen verringert. Daneben entsenden ARD und ZDF Mitarbeiter für die politische Begleitberichterstattung.

Premiere: ein gemeinsames Glasstudio im Olympischen Park

ARD und ZDF moderieren abwechselnd aus einem gemeinsamen Studio mit einheitlichem Bühnenbild. Aufgebaut wird der 10 x 10 Meter große Glaswürfel im modernen, zurückgenommenen Design direkt im Olympischen Park. Auch das eine Premiere für ARD und ZDF: Erstmals wird das Olympia-Studio nicht in den Katakomben des IBC (International Broadcasting Center) seine Heimat finden.


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