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LIDO Ein Tag im Leben von Jan Weiler

„Die Arbeit eines Schriftstellers ist so aufregend wie die Weltmeisterschaft im Pfahlsitzen”, meint Jan Weiler. Denkste! Ein launig-heiteres Porträt über den Schrifsteller und Autor von "Maria, ihm schmeckt's nicht!" am Sonntag, 16. September, 12.00 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

Stand: 10.09.2012

Jan Weiler und seine Frau Sandra Limoncini | Bild: BR

10 September

Montag, 10. September 2012

Pressekontakt: Anna Martin

Anna.Martin@br.de

Als für ein SZ-Magazin noch eine Geschichte fehlt, lässt sich Jan Weiler überreden, etwas über seinen italienischen Schwiegervater zu schreiben. Aus der 4-seitigen Geschichte wird ein 260-seitige Komödie mit dem Titel "Maria ihm schmeckt's nicht". Jan Weiler wird über Nacht zum Bestsellerautor, kündigt seinen Chefredakteursposten und hört nicht mehr auf zu schreiben: Kolumnen, Hörspiele, Romane, aber auch ein Drehbuch und ein Kochbuch.

Jan Weiler ist ein begnadeter Alltagschronist. Bald sind seine Leser nicht nur mit dem Schwiegervater bestens vertraut, sondern auch mit seiner Frau, seinen Kindern, dem Rasenmäher und kennen viele seiner liebenswerten Marotten.

Aber inwieweit fallen fiktives und biografisches Ich tatsächlich zusammen? Filmemacherin Julia Benkert hat den Schriftsteller für einen Tag besucht, in seinem Haus in der Nähe des Starnberger Sees. Mit viel Humor und einem großartigen Talent, Geschichten zu erfinden, führt Jan Weiler durch seine Welt. Er erzählt vom Leiden am "Pubertier", von "Currystrahlen" und den Gesprächen mit seiner Kaffeemaschine. Er verrät, wie er den japanischen Kaiser beleidigte, und welche Schokoriegel die besten Wurfgeschosse sind. Auch Sandra Limoncini, seine Frau, ist zugegen und erzählt, wie sie sich in Jan verliebte, als er noch ein Punk mit lila Haaren war.

Da Jan Weiler gerade dabei ist, eine Biografie über die Toten Hosen zu schreiben, kommt auch Leadsänger Campino zu Wort. Weiler und Campino sind in Düsseldorf groß geworden und teilen den rheinischen Humor.

Der Autor erzählt von seiner außergewöhnlichen Gabe, die Texte im Kopf druckreif zu formulieren, so dass er sie später nur noch abtippen muss. Zehn Tage hat er nur gebraucht, um "Maria ihm schmeckt's nicht" niederzuschreiben, so erzählt er.

Am Ende des Tages führt Jan Weiler das Filmteam zu einem kleinen Badehaus am See. Hierhin zieht er sich zurück, wenn er den Kopf "leerschreiben" will. Vor der Kulisse eines aufziehenden Gewitters kommt dann plötzlich seine ernste, melancholische Seite zum Vorschein.


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