Presse - In Produktion


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Jubiläum 25 Jahre Capriccio

Am 20. Januar 1987 startete das Kulturmagazin des Bayerischen Fernsehens „Capriccio“. Die Sendung zeigt jede Woche die vielfältigen Facetten des Kunst- und Kulturgeschehens in Bayern und der Welt – und das in 30 Minuten. Sendetermin: donnerstags, 22.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen (Wiederholung freitags, 23.45 Uhr auf BR-alpha und sonntags um 9.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen). Jubiläumssendung: Donnerstag, 15. März, 22.30 Uhr.

Stand: 02.03.2012

02 März

Freitag, 02. März 2012, 17:08 Uhr

Pressekontakt:

Anna.Martin@br.de

Überraschend, innovativ, mit ungewöhnlicher Bildsprache, genauen Recherchen und einer eigenen Haltung – das ist der Anspruch, den das Capriccio-Team an jede Sendung stellt. Die Texte, die Bilder und die Musikalität machen Capriccio so besonders. Das Kulturmagazin arbeitet mit einem festen Team außergewöhnlicher Autoren zusammen. Redaktionell verantwortlich sind Sylvia Griss und Franz Xaver Karl.

Hintergrund:

Ein Vierteljahrhundert Capriccio und kein bisschen verstaubt. Sondern von Sendung zu Sendung nur noch glänzender poliert durch die Spuren eines stetigen Veränderungsdrangs. Eine Kultursendung mit einem eigenen Blick. Die Inhalte leicht und doch tiefgründig zugleich. Interviews mit Stars wie Carla Bruni oder Roger Moore, die nicht Oberfläche kratzen, sondern stets innovativ sind. Alles Gute zum Geburtstag, Capriccio!

In der deutschen Sprache steht das Wort „Capriccio“ für „ein kleines Stück der Kunst und der Kultur“. Viel zu verhalten für so ein experimentierfreudiges und einzigartiges Sendungsformat wie Capriccio. Doch das mag vielleicht an der deutschen Sprache und der damit verbundenen reservierten Kultur liegen; denn sobald man sich die Übersetzungen romanischer Sprachen ansieht, kommt man der Sache schon näher. Im Französischen zum Beispiel wird „le caprice“ mit „Laune“ oder „Spleen“ übersetzt; im Italienischen bedeutet  „Capriccio“ sogar „Marotte“ oder „Schrulle“ - aber bitte im positiven Sinn!

Eine sprudelnde Carla Bruni und ein weinender Roger Moore

„Und dann wollte Carla Bruni einfach nicht mehr aufhören zu reden!“, erklärt ein Autor, der seit sieben Jahren für Capriccio arbeitet und einige Anekdoten-Schätze zu erzählen weiß. Da verbringt man schon mal eine Stunde in einem Hotelzimmer mit einer Frau wie Carla Bruni – natürlich nur für ein Interview. Und lässt sich liebend gerne von ihr sehr lebhaft und währenddessen Gitarre spielend erklären, wie das eigentlich so genau geht mit dem Songschreiben. Oder ein mittlerweile doch schon etwas in die Jahre gekommener Roger Moore warnt eine Capriccio-Autorin vor, dass sie ihm doch bitte ein Taschentuch reichen solle, falls er anfinge zu weinen. Da er momentan einfach solche Rückenschmerzen habe. Capriccio-Interviews, das sind Gespräche, getragen von der Kreativität der Autorinnen und Autoren. Die Interviewten: nicht etwa zu vergötternde Star-Statuen, die auf einem Stuhl sitzen und ein paar Fragen über sich ergehen lassen, sondern teilweise sogar selbstironische Profis. Einfach Menschen, die den Capriccio-Zuschauerinnern und Zuschauern sehr gerne Einblick in ihre Privatsphäre gewähren.

international und bayerisch vereint

Doch nicht nur internationale Stars, sondern natürlich auch bayerisches Kulturgut wie die Biermösl Blosn oder die aus der Chiemseer Gegend stammende junge Balkan-Brass-Musikgruppe LaBrassBanda stehen im Fokus. Und das möglichst laut und lebendig. Ein anderer wichtiger Themen-Schwerpunkt ist die Natur. Ein wunderbares und in sich perfektes Naturstück wie das Isental komplett von Menschenhand zerstört? Und wieso werden eigentlich überall nur noch Gebäude aus Beton gebaut, hässlich anzusehen und doch nur mit einem wirklichen Nutzen: Sie fallen bei Sprengungen wunderbar zusammen, wie in einem früheren Capriccio-Beitrag gezeigt wurde. Auch hier beweist Capriccio einen eigenen, klaren Blick fürs Wesentliche und für die in den Hintergrund gerückte Besonderheit namens Natur.

Eine Spiegelreflexkamera als Filmkamera?

Einen Capriccio-Beitrag erkennt man sofort. Doch wie kommt das? „Wir sind eine Entwicklungsredaktion und in einem stetigen Prozess des Fortschritts“, erklären die Redakteure Sylvia Griss und Franz Xaver Karl, die für die Sendung verantwortlich sind. Unter diesem Aspekt ist die Redaktion auch auf die Qualität der Bildästhetik der Spiegelreflexkameras gestoßen – mit dem Ergebnis, dass seit einem Jahr alle Capriccio-Beiträge mit Spiegelreflexkameras gedreht werden. Ein harter Kampf dieses Prinzip durchzusetzen, doch die brillante Tiefenschärfe des dadurch entstehenden Bildmaterials belohnt immer wieder.

Capriccio, eine Kultursendung, mit einer eigenen Ästhetik und einer klaren Haltung. Irgendwie jede Sendung, jeder Beitrag ein kleines Kunststück. Allerdings immer verbunden mit lustvollem Regelverstoß und mit einer spielerischen Überschreitung der akademischen Normen, ohne die Norm dabei außer Kraft zu setzen. Die Sendung wäre nicht was sie ist ohne ihre Autoren, die Capriccio mit ihrer Kreativität jede Woche weiterentwickeln.


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