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Peter Beyer: "Gezielter Militärschlag war richtig" Zur Syrien-Politik der EU

Der neue Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer, hat den Militärschlag der USA und seiner Verbündeten auf Syrien verteidigt. Im Interview mit der radioWelt am Morgen sagte der CDU-Politiker: "Der gezielte Militärschlag war richtig."

Stand: 16.04.2018

14.04.2018, Syrien, Damaskus: Rauch steigt über dem Forschungszentrum in Barsah, das bei Angriffen der USA, Großbritannien und Frankreich stark beschädigt wurde, auf. Die drei westlichen UN-Vetomächte haben in der Nacht zu Samstag mit Militärschlägen gegen Syrien begonnen. Foto: -/kyodo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk

"Der gezielte Militärschlag war richtig. Es ging nicht in erster Linie darum, Syrien zu befrieden. Sondern es ging um eine gezielte Konsequenz einer Antwort der internationalen Gemeinschaft auf einen Giftgaseinsatz des Assad-Regimes gegen das eigene Volk mit vielen, vielen Toten."

Peter Beyer

"Das Ganze macht insgesamt in einem Konzept aber nur dann Sinn, wenn jetzt weiter gemacht wird und zwar nicht mit Militärschlägen, sondern dass diese Tage, diese Stunde, diese Minute genutzt werden, um jetzt ganz gezielt nochmals die diplomatischen und politischen Prozesse beispielsweise im Genfer Friedensprozess anzukurbeln und zwar sehr zeitnah."

Peter Beyer

Der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit erhofft sich dabei klare Signale des heutigen Treffens der EU-Außenminister:

"Es ist jetzt an der Europäischen Union zusammen mit den Verbündeten, insbesondere mit den USA, hier jetzt einen ganz starken, robusten Impuls zu setzen. […] Es ist auch meine Erwartung an dieses Treffen, dass man mit einer Stimme hier spricht und das jetzt nicht auf die lange Bank schiebt."

Peter Beyer

Beyer wollte keine Details einer diplomatischen Initiative nennen, betonte aber:

"Die deutsche Position ist gewesen, wir beteiligen uns nicht aktiv an Militärschlägen. Dabei wird es auch bleiben. Das ist auch richtig. Politisch - da sehe ich die Rolle Deutschlands und der Bundesregierung, sich hier einzubringen."

Peter Beyer


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