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Zum Welt-Asthma-Tag: Wenn das Atmen zur Qual wird | BR24

© picture alliance / empics/ Fotograf: Peter Byrne

Rund 339 Millionen Menschen weltweit leiden an Asthma, Besonders Kinder sind von der Atemwegserkrankung häufig betroffen.

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    Zum Welt-Asthma-Tag: Wenn das Atmen zur Qual wird

    339 Millionen Menschen weltweit haben Asthma. Bei Kindern und Jugendlichen ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung. Doch was ist Asthma? Und was sind die Ursachen für die Erkrankung, was die richtige Therapie?

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    Heute, am 7. Mai 2019, ist Welt-Asthma-Tag. Ein Tag also für 339 Millionen Menschen. So viele leiden nämlich derzeit weltweit an Asthma, wie die aktuellsten Zahlen aus dem Global Asthma Report zeigen. Nach Angaben des Global Asthma Network sterben täglich 1.150 Menschen auf der Welt an den Folgen von Asthma und damit fast so viele wie an Malaria mit 1.175 Toten täglich. In Deutschland sind etwa 3,2 Millionen Erwachsene und rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche von Asthma betroffen. Viele davon leiden, sind in ihrem Alltag und in ihrer Leistungsfähigkeit in Schule und Beruf eingeschränkt. Das müsste nicht sein, sagen Experten. Mit der frühzeitigen Diagnose und der richtigen Therapie könnten nicht nur viele Leben gerettet werden. Auch die Lebensqualität ist beim richtigen Umgang mit Asthma deutlich höher.

    💡 Was ist die Asthma?

    Asthma bronchiale, für den Laien kurz Asthma, ist eine chronische, also dauerhaft bestehende Entzündung der Atemwege, die zu anfallsartiger Atemnot, zu unterschiedlich stark ausgeprägter Einengung der Atemwege und zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien führt.

    Die Diagnose Asthma und der Unterschied zur chronischen Bronchitis

    Asthma zu diagnostizieren ist nicht immer ganz einfach. Gerade, weil die chronische Bronchitis ganz ähnliche Symptome aufweist, wird Asthma häufig verkannt. Im Unterschied zur chronischen Bronchitis tritt Asthma aber häufig bei Kindern und Jugendlichen auf und steht oft in Zusammenhang mit Allergien. Typisch für Asthma ist auch die erschwerte Ausatmung sowie das pfeifende Atemgeräusch. Asthma unterscheidet sich von anderen Atemwegserkrankungen, wie der chronischen Bronchitis, vor allem dadurch, dass die Atemnot-Beschwerden durch bestimmte Asthma-Medikamente wieder aufgehoben werden können. Es gibt bei Asthmatikern auch Phasen, in denen kaum oder nur geringe Beschwerden auftreten, was zu Schwankungen bei den Messwerten der Lungenfunktion führt. Diese sogenannte "Peak-flow-Variabilität" ist ebenfalls ein typisches Merkmal der Asthmaerkrankung.

    Die Ursachen von Asthma: mehrere Faktoren verantwortlich

    Für Asthma gibt es wohl nicht nur eine Ursache. Mehrere Faktoren, wie Gene, das Immunsystem, Infektionen und die frühkindliche Prägung, spielen für das Erkrankungsrisiko eine Rolle. Dass auch Umweltgifte Asthma auslösen können, hat erst eine im April 2019 im Fachmagazin "Lancet Planetary Health" veröffentlichte Studie wieder bestätigt. Die darin von Wissenschaftlern der George Washington University gemachten Untersuchungen ergaben, dass bis zu zwanzig Prozent aller Asthma-Fälle bei Kindern auf Fahrzeugabgase zurückzuführen sind. Prof. Dr. Heinrich Worth, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga, sieht schon seit Jahren die zunehmende Innenraumbelastung in unseren Wohnungen als ein Grund für immer mehr Asthma-Kranke.

    Die richtige Therapie bei Asthma

    Die Mehrzahl der Asthmatiker muss medikamentös behandelt werden. Doch neben den richtigen Medikamenten, die meist inhaliert werden müssen, ist insbesondere körperliches Training wichtig. Helfen kann auch eine Atemphysiotherapie und eine Gewichtsreduktion.

    Seit 1998 Weltasthmatag

    Der Welt-Asthma-Tag wurde von der "Global Initiative for Asthma" initiiert und 1998 erstmals begangen. Seit dem Jahr 2000 findet der Welt-Asthma-Tag immer am ersten Dienstag im Mai statt. Er soll auf den Nutzen frühzeitiger Erkennung, entsprechender Behandlung und den angemessenen Umgang mit Asthma hinweisen.