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Zitternde Eier - Wie sich Möwen-Embryonen vor Gefahr warnen | BR24

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IQ-Wissenschaftsmeldungen: Schon Embryonen in Vogeleiern warnen sich vor Gefahr, zugespielte Lacher lassen Witze besser erscheinen und Studierende der TU München gewinnen erneut einen Hyperloop-Wettbewerb.

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Zitternde Eier - Wie sich Möwen-Embryonen vor Gefahr warnen

Schon vor dem Schlüpfen können Embryonen in Vogeleiern miteinander kommunizieren und sich vor Angreifern warnen. Bei einem Warnruf vibrieren die Eier der Mittelmeermöwe in einem Nest stärker.

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Zudem waren die Vogel-Embryonen der Mittelmeermöwe (Larus michahellis) leiser vor dem Schlüpfen und zögerten das Schlüpfen insgesamt hinaus. Wurden nur zwei von drei Eiern in einem Nest mit einem Warnruf beschallt, warnten sich die Geschwister-Vögel untereinander. Das zeigte sich nach dem Schlüpfen: Auch das Küken aus dem unbeschallten dritten Ei hatte erhöhte Werte von Stresshormonen im Blut und reagierte wie seine Geschwister schneller als andere Küken auf Warnrufe, indem es sich schreckhaft auf den Boden duckte.

Möwen-Nachwuchs zeigt Verhaltensänderungen vor und nach dem Schlüpfen

Zu diesem Ergebnis kommen die spanischen Forscher Jose Noguera und Alberto Velando von der Universidad de Vigo in einer am 22. Juli 2019 veröffentlichten Studie. Die Forscher verglichen Nester mit teils im Brutkasten beschallten Eiern und zur Kontrolle mit unbeschallten Nestern. Beide Vogel-Gruppen zeigten im Embryonalstadium sowie als Küken charakteristische Verhaltensunterschiede und Abweichungen bei physiologischen Werten im Körper.