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Uni Würzburg schickt größten bayerischen Uni-Satelliten ins All | BR24

© Klaus Rüfer/BR-Mainfranken

Er heißt "Sonate", ist gut vier Kilogramm schwer, mit 31 Zentimetern etwa so lang wie eine Schuhschachtel und damit der größte bayerische Uni-Satellit. "Sonate" ist erfolgreich ins All gestartet und kreist in 530 Kilometern Höhe um die Erde.

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Uni Würzburg schickt größten bayerischen Uni-Satelliten ins All

Er heißt "Sonate", ist gut vier Kilogramm schwer, mit 31 Zentimetern etwa so lang wie eine Schuhschachtel und damit der größte bayerische Uni-Satellit. "Sonate" ist erfolgreich ins All gestartet und kreist in 530 Kilometern Höhe um die Erde.

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"Sonate" ist der jüngste Nanosatellit der Würzburger Forscher. Vom Missionskontrollzentrum in Würzburg aus soll er neueste Technik im All testen. Nach Angaben der Uni sind insgesamt neun leistungsfähige Bordrechner verbaut. Sie sollen für einen autonomen und sicheren Betrieb sorgen. Wichtigste Ausstattung ist eine in Würzburg entwickelte Kamera. Sie soll selbstständig kurzzeitige Leuchterscheinungen in der Atmosphäre aufspüren. Dazu zählen zum Beispiel Meteore oder Weltraumschrott, die in der Atmosphäre verglühen.

Neue Bauteile sollen für Verwendung im All getestet werden

"Die Mission von 'Sonate' ist es, unter realen Bedingungen im Weltraum neue Technologien für die Steigerung der Autonomie von Nanosatelliten zu erproben", erklären Hakan Kayal, Professor für Raumfahrttechnik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und sein Projektleiter Oleksii Balagurin. Die Uni Würzburg hat Erfahrung mit Nanosatelliten: Erst Ende Dezember wurde "UWE 4" ins All geschossen.

Drei Jahre Vorlauf für Satellit "Sonate"

Das Satelliten-Projekt hat rund drei Jahre Zeit für Vorbereitungen und Bau gekostet. Universitätspräsident Professor Alfred Forchel gratulierte dem Würzburger Forscher- und Technikteam zum erfolgreichen Start des Satelliten vom russischen Weltraumbahnhof Wostotschny: "Der Start von Sonate ist ein großer Erfolg für unsere Universität. Ich danke Professor Kayal und allen Beteiligten für ihre herausragenden Leistungen", so Forchel.

© Kristian Lozina / Universität Würzburg

Das Team des Sonate-Projekts im Missionskontrollzentrum