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Wohnst du noch oder pflanzt du schon? | BR24

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Eine Zimmerpflanze in einem Wohnzimmer

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    Wohnst du noch oder pflanzt du schon?

    Topfpflanzen gelten schon lange nicht mehr als spießig. Vor allem zu Lockdown-Zeiten sind sie besonders reizvoll. Denn Pflanzen können so einiges für Körper und Geist tun, vor allem wenn man weiß, damit umzugehen.

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    Von
    • Nicole Remann

    Ben Mayer hat wohl das, was man einen grünen Daumen nennt. Über 130 Pflanzen hat der 37-Jährige in seiner 53 Quadratmeter großen Wohnung. Als Kind wollte er Gärtner werden, heute holt sich der Makeup-Artist sein geliebtes Grün mitten nach München. Sein Zuhause im vierten Stock: ein kleines Dschungel-Paradies. Es grünt und blüht in jeder Ecke und an jeder Wand, auf jedem Tisch und jedem Regal. Und damit liegt der 37-jährige voll im Trend.

    Pflanzen sind mehr als Deko

    Von Aloe Vera bis Zamioculas - schön grün muss es in den vier Wänden sein. Denn Zimmerpflanzen sind nicht nur das hippste Einrichtung-Accessoire derzeit. Für viele sind sie treue grüne Begleiter im grauen Alltag.

    "Pflanzen sind meine Mitbewohner und was ich total spannend daran finde ist: Die verändern sich permanent - vom Sommer zum Winter, sie werden über die Jahre hinweg größer und manche fangen an zu blühen. Diese ganze Entwicklung zu verfolgen, finde ich total spannend. Ich rede jetzt nicht wirklich mit meinen Pflanzen, aber ich habe das Gefühl, dass sie frischer aussehen, wenn ich etwa viel zu Hause bin als wenn ich lange nicht da bin."

    "Das sind meine Kinder." Pflanzenliebhaber Ben Mayer

    Grün macht glücklich

    Seine "Kinder" können so einiges! Weil wir Menschen seit Beginn an mit dem Grün der Natur verbunden sind, sorgen Pflanzen neben frischer Luft auch für gute Laune, weiß Pflanzenexpertin Karin Greiner.

    "Sie sind grün und ohne grün kann der Mensch nicht leben. Das Grün brauchen wir, um gesund zu bleiben - psychologisch nachgewiesen. Weiter sind es Lebewesen und die Pflanzen, die begleiten mich jetzt, die sind mir einfach nahe, ich komme ihnen nahe. Gerade in der Pandemie ist das das Allerbeste, ich muss keinen Abstand halten, sie sind immer für mich da und das hält mich gesund, froh und munter", sagt Greiner.

    Geheimzutat: Licht

    Damit die grünen Mitbewohner auch schön aufblühen, brauchen sie vor allem eines: viel Licht. Das Fensterbrett ist da gerade recht, der Couchtisch meist viel zu dunkel. Auch wichtig: die richtige Menge Wasser.

    "Pflanzen brauchen Wasser; weder zu wenig noch zu viel, und ich empfehle einfach das Tauchen: Einen Eimer Wasser, Pflanze ganz runterdrücken und durchfeuchten lassen, dann blubbert es meistens noch, wieder rausholen, gut abtropfen und retour. Das hält bei mir eine ganze Woche."

    Geheimzutat: Erziehung

    Wer es da als Topfpflanzen-Einsteiger erstmal einfach halten will, dem rät die Expertin zu Sukkulenten wie Echeverie, Flammendes Kätzchen oder auch Geldbaum. Alles saftreiche und sehr pflegeleichte Pflanzen, die es in großer Auswahl gibt. Ansonsten gilt - auch bei diesen Kindern: Erziehung ist alles!

    "Also meine Pflanzen sind alle ganz gut erzogen, die brauchen gar nicht so viel Aufmerksamkeit. Ich kann immer so fünf Tage wegbleiben, ohne zu gießen - das schaffen die sehr gut", sagt Ben Mayer.

    Wenn Ben Mayer gießt, dann im Uhrzeigersinn und immer von oben nach unten - damit er auch ja keine Pflanze vergisst. So fühlen sich bei ihm selbst besonders exotische Zöglinge gut behütet, wie die nur handhohe, exotische Juwelenorchidee aus Südostasien, die mit ihren zierlichen Blüten ganz prächtig unter einer kleinen Glasglocke gedeiht. Dieser Anblick wiederum macht Ben Mayer glücklich.

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