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Corona-Mutationen: Folgen für Impfstoff und Lockdown? | Possoch klärt!

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    Wirkt der Corona-Impfstoff auch bei Mutationen? Possoch klärt!

    In Deutschland herrscht Angst vor neuen vermeintlich ansteckenderen Coronavirus-Mutationen. Doch was hat es mit den SARS-CoV-2-Mutationen wirklich auf sich? Wie gefährlich können sie werden? Und muss die Regierung darauf reagieren? Possoch klärt!

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    Von
    • Adrian Dittrich
    • Dominic Possoch

    Noch am Dienstag hatte es Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betont: Die neue Coronavirus-Mutation könne alle Bemühungen der letzten Wochen schnell gefährden.

    Denn die Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien scheint nach ersten Studien 50 bis 70 Prozent ansteckender zu sein und ist längst auch in Deutschland aufgetaucht. Und auch die ähnlich infektiöse Corona-Variante B.1.351 aus Südafrika wurde jüngst in NRW und Baden-Württemberg entdeckt.

    Inwieweit sich allerdings die beiden Mutationen in den deutschen Bundesländern schon ausgebreitet haben, ist - Stand 14. Januar 2021 - schwer zu beurteilen. Denn bisher gibt es einzig in Berlin eine Sequenzierungsstelle, die bei positiven Covid-19-Tests mutierte Varianten erkennen kann. Markus Söder hat diese Woche jedoch für das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine solche Laborstelle in Aussicht gestellt.

    Virus-Mutationen nichts Ungewöhnliches

    Dass das SARS-CoV-2-Virus mutiert, hat zumindest Virologen nicht verwundert. Mit Mutationen sind nämlich schlicht kleine Veränderungen gemeint. Die sind bei Viren etwas ganz Natürliches. Allein Corona ist seit seiner Entdeckung in mehr als 12.000 verschiedenen Varianten aufgetreten - davon haben allerdings durch Selektion nur wenige überleben.

    "Jedes Lebewesen mutiert, also jede Spezies ist mutationsfreudig, die einen mehr, die anderen weniger. Es hängt stark von der Generation ab, also dieser Generationszeit, die beim Menschen 30 bis 40 Jahre ist, bei den Viren eher Sekunden. Das heißt, da geht alles sehr viel schneller und deswegen sehen wir da auch sehr viel schneller sehr viele Mutationen. Das ist nichts Neues, wir leben ständig damit." Prof. Dr. Peter Kremsner, Infektiologe am Universitätsklinikum Tübingen

    Die Varianten aus Großbritannien und Südafrika scheinen sich jedoch zumindest in ihren Ursprungsländern bereits dauerhaft durchgesetzt zu haben. Denn nach ersten Erkenntnissen ermöglichen die Mutationen ein leichteres Eindringen des Virus in die menschliche Zelle. Gut für das Coronavirus, schlecht für den Infizierten. Denn der ist dadurch auch deutlich infektiöser.

    Wie genau wirken die neuen Corona-Mutationen auf die Infizierten? Können die Impfstoffe überhaupt vor dem veränderten Virus schützen? Und müssen die Maßnahmen aufgrund der neuen Mutationen jetzt verlängert werden?

    Possoch klärt!

    Was ist Ihre Meinung zu den neuen Corona-Mutationen? Sollten wir jetzt erst recht vorsichtiger sein und Kontakte minimieren? Oder ist das alles nur Panikmache?

    Schreiben Sie es in die Kommentare!

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