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Wie Sie morgens gut aus den Bett kommen

Kaffee, Sport - wie kommt man morgens am besten aus dem Bett? Der Schlafforscher Clemens Heiser vom Münchner Klinikum rechts der Isar gibt Tipps für das richtige Aufwachen.

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Schlafmediziner Clemens Heiser empfiehlt: Zuerst aufwachen und dann aufstehen.

"Sicherlich ist es sinnvoll, wenn Sie von selbst aufwachen und nicht externe Reize brauchen, um aufzustehen - wie zum Beispiel einen Wecker, einen Klingelton oder einen Bettpartner, der sie wecken muss." Clemens Heiser

Die meisten von uns allerdings haben ein Schlafdefizit. Dass man nicht genug schläft, merkt man, wenn man sich über einen längeren Zeitraum nicht ausgeruht fühlt. Wenn man dann auch noch morgens nicht von alleine aufwacht, sollte man versuchen, am Abend eine halbe Stunde oder Stunde früher ins Bett zu gehen.

Sanft aufwachen

Ganz wichtig sind für ein sanfteres Aufwachen aber auch externe Zeitgeber: Zum Beispiel ist es natürlicher, wenn wir durch Sonnenlicht wach werden. Deshalb fällt es vielen Personen leichter, im Sommer aufzustehen als im Winter. Und dann sollten wir am Morgen erstmal unseren Kreislauf in Schwung bringen, der während des Schlafens nach unten gefahren wird. Das kann individuell unterschiedlich sein - der eine braucht eine Tasse Kaffee, der andere sollte etwas Sport am Morgen machen.

"Sie müssen auf jeden Fall versuchen, Ihr Herzkreislaufsystem zu aktivieren, dann fühlen Sie sich irgendwann richtig wach. Etwas Koffein treibt natürlich den Blutdruck hoch und viele Leute brauchen das, um in Schwung zu kommen." Clemens Heiser

Schlaf-Phasen-Wecker

Die Idee ist prinzipiell gut. Ein Hauptproblem dieser Schlaf-Phasen-Wecker ist, dass sie damit nicht verlässlich die Schlafphase bestimmen können. Clemens Heiser
Meistens basieren solche Wecker - zum Beispiel bei Smartphones - auf Körperbewegungen. Denn man weiß, dass im Traumschlaf der Muskeltonus und die Körperbewegungen relativ niedrig sind. Das ist aber laut Heiser nicht immer der Fall.
"Eigentlich müssten Sie ein EEG machen und Hirnströme ableiten, um wirklich sagen zu können, in welcher Schlafphase Sie sich befinden. Also funktionieren diese Wecker in der Praxis oft nicht so gut." Clemens Heiser