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Der Vollmond geht am 14.11.2016 in Nürnberg (Bayern) hinter der Kaiserburg auf.
© dpa/pa
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Der Vollmond geht am 14.11.2016 in Nürnberg (Bayern) hinter der Kaiserburg auf.

Die Geschichte von der Entstehung des Mondes lautet bisher: Kurz nachdem die Erde entstanden war, soll der Urplanet Theia mit ihr zusammengestoßen sein. Die Trümmer dieser Kollision sollen sich dann in der Umlaufbahn der Erde angesammelt haben, daraus entstand der Mond.

Folge eines großen Einschlags?

Doch wenn es tatsächlich so war, müsste der Mond auch vorwiegend aus dem Material des einschlagenden Körpers Theia zusammengesetzt sein. Ist er aber nicht, sein Aufbau ähnelt eher dem Aufbau der Erde.

"Wir finden auf dem Mond kein Material, das von Theia stammt." Raluca Rufu, Planetenwissenschaftlerin

Ein israelisches Forscherteam am Weizman Institut in Rehovot folgert daraus, dass Planet Theia nie mit der Erde kollidiert sei. Stattdessen vermuten sie, dass mehrmals kleinere Objekte auf die Erde eingeschlagen sind.

"Diese Himmelskörper hätten etwa die Größe des späteren Mondes gehabt, nicht die des Planeten Mars." Raluca Rufu, Planetenwissenschaftlerin

Diese kleinen Objekte hätten dann vorwiegend irdisches Material in die Erdumlaufbahn geschleudert. Etwa zwanzig Mal könnte sich dieser Vorgang wiederholt haben, am Ende klumpten die Gesteinsbrocken in der Umlaufbahn allmählich zum Mond zusammen.

Hat es Theia nie gegeben?

Im Gegensatz zur Theia-Hypothese könnte die neue Theorie erklären, warum Mond und Erde größtenteils identisch zusammengesetzt sind. Allerdings hat auch die neue Erklärung Ungereimtheiten. Zum Beispiel zweifeln manche Planetenforscher daran, dass die Erde so häufig von anderen Himmelskörpern getroffen worden sein kann.