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WHO: Rauchen bedeutete höheres Risiko bei Covid-19 | BR24

© dpa-Bildfunk/Robert Schlesinger

WHO: Rauchen bedeutete höheres Risiko bei Covid-19

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WHO: Rauchen bedeutete höheres Risiko bei Covid-19

Zeitweilig gab es widersprüchliche Aussagen: Sind Raucher stärker gefährdet, einen schweren Covid-19 Verlauf zu erleiden, oder nicht? Die WHO hat vorliegende Studien überprüft. Ihr Fazit: Covid-19 ist für Raucher gefährlicher als für Nichtraucher.

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Covid-19 ist für Raucher nach Ansicht von Experten gefährlicher als für Nichtraucher. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen Nikotingenuss und dem erhöhten Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bis hin zum Tod, schrieb die Weltgesundheitsorganisation WHO nach der Prüfung von 34 bereits veröffentlichten Studien. Sie empfahl, besser mit dem Rauchen aufzuhören.

Zusammenhang mit Schwere der Krankheit und Sterberisiko

Der WHO zufolge sind 18 Prozent der im Krankenhaus behandelten Coronavirus-Patienten Raucherinnen oder Raucher. Außerdem gebe es einen beachtlichen Zusammenhang mit der Schwere der Krankheit, der Art der nötigen Behandlung und dem Sterberisiko.

Nikotin wirkt sich doch nicht positiv aus

Im April hatten französische Forscher eine kleine Studie veröffentlich, die das Gegenteil behauptete, nämlich dass sich Raucher eher selten mit dem Virus anstecken. Daher war geplant, Nikotinpflaster an Patienten und Angestellten im Gesundheitswesen zu testen. Viele Wissenschaftler kritisieren jedoch, dieser Studie lägen zuwenig eindeutige Daten zugrunde.

Mehr Männer sterben an Covid-19

Rauchen gilt auch als einer der Faktoren, warum mehr Männer als Frauen an Covid-19 sterben. Erste Vermutungen, warum das so ist, führten Wissenschaftler auf den unterschiedlichen Lebensstil zurück. Gerade Männer der älteren Generation haben häufiger Vorerkrankungen, die auf eine ungesunde Lebensweise und Ernährung zurückzuführen sind. Dazu zählt auch das Rauchen. Eine Studie aus China wies darauf hin, dass Raucher schlechtere Prognosen haben, wenn sie an Covid-19 erkranken. In China rauchen mehr Männer als Frauen und demzufolge erklärten sie die hohe Sterblichkeit mit dem Rauchen.

© BR

Eine Studie aus Frankreich kommt zu dem Schluss, dass "tägliche Raucher mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit eine schwere symptomatische Sars-Cov2-Infektion entwickeln, verglichen mit der allgemeinen Bevölkerung".

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