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Wenn Roboter Menschen retten – Konferenz an der Uni Würzburg | BR24

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Immer häufiger kommen bei Rettungsaktionen Roboter zum Einsatz. Sie nutzen Sensoren, um Menschen etwa in den Trümmern eines Hauses zu finden. An der Uni Würzburg treffen sich nun Forscher aus aller Welt zu einer Konferenz dazu.

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Wenn Roboter Menschen retten – Konferenz an der Uni Würzburg

Immer häufiger kommen bei Rettungsaktionen Roboter zum Einsatz. Sie nutzen Sensoren, um Menschen etwa in den Trümmern eines Hauses zu finden. An der Uni Würzburg treffen sich nun Forscher aus aller Welt zu einer Konferenz dazu.

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"Safety, Security and Rescue Robotics" – kurz "SSRR" – nennt sich die Fachdisziplin, über die drei Tage lang Forscher aus aller Welt in Würzburg beraten. Es geht dabei unter anderem um Roboter, die zum Beispiel bei Rettungsaktionen nach Naturkatastrophen helfen können. Zu der Fachtagung eingeladen hat der Lehrstuhl für Robotik und Telematik an der Universität Würzburg. Die Veranstalter rechnen mit etwa 75 Teilnehmern.

Roboter helfen Rettungskräften

Rettungsroboter kamen zum Beispiel nach der Atomkatastrophe in Fukushima oder dem Erdbeben rund um das italienische Amatrice 2016 zum Einsatz. Die Geräte helfen überall dort, wo Rettungskräfte aus Sicherheitsgründen nicht hinkönnen. Zum Beispiel scannen sie dann mit Wärmebildkameras ihre Umgebung und suchen auf diesem Weg nach Verletzten.

© BR/Albrecht Rauh

In Zukunft könnten Drohnen die Feuerwehr unterstützen.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf Drohnen. Die mit Laserscannern bestückten Fluggeräte könnten bald bei den Feuerwehren zum Einsatz kommen. "Diese Drohnen werden, denke ich, in naher Zukunft in realen Einsätzen dazu gehören als Helfer für effiziente Gestaltung von Einsätzen", sagt Organisator, Professor Andreas Nüchter vom Lehrstuhl für Robotik und Telematik.

Erdbeben war Anlass für Roboter-Entwicklung

Die ersten Konzepte für Rettungsroboter sind in den 1990er-Jahren entstanden, sagt Nüchter. Der Japaner Satoshi Tadokoro, der auch bei der Konferenz in Würzburg zu Gast ist, habe das Erdbeben im japanischen Kobe zum Anlass genommen auf dem Feld zu forschen. Bei dem damaligen Erdbeben starben über 4.500 Menschen. Neben deutschen Wissenschaftlern sind vor allem japanische und US-amerikanische Wissenschaftler führend auf dem Feld der Rettungsrobotik, sagt Nüchter. Bis es allerdings einen vollkommen autonomen Rettungsroboter gibt, werden "sicherlich noch rund 20 Jahre vergehen", sagt Nüchter.

Roboter-Vorführung auf der Konferenz

Im Rahmen der Konferenz gibt es auch eine sogenannte "Demo-Session", bei der die Forscher verschiedene Robotiksysteme vorführen. Die Wissenschaftler zeigen unter anderem selbstfahrende Roboter, Drohnen und Geräte zur Unterwasser-Rettung.