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Wenn ein Asteroid zum Kometen wird | BR24

© ESA

Asteroid vor der Erde

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    Wenn ein Asteroid zum Kometen wird

    Zwischen Mars und Jupiter begann das Leben von Asteroid P/2016 J1. Doch dann zerbrach er vor sechs Jahren und fliegt nun in zwei Teilen weiter. Das besondere: Er hat seit neuestem einen Schweif - wie ein Komet. Von Guido Meyer

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    Er kommt aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter: P/2016 J1. Ein kurioser Geselle, der erst vergangenes Jahr von Astronomen mit Teleskopen auf den kanarischen Inseln und Hawaii entdeckt wurde. Das besondere an ihm: Er muss auseinander gebrochen sein.

    "Im Inneren des Asteroiden muss es Eis gegeben haben. Als er zerbrach, ist dieses Eis, nach 4,5 Milliarden Jahren erstmals von der Sonne beschienen worden." Richard Wainscoat, Institut für Astronomie der Uni von Hawaii

    Schweife wie ein Komet

    Wenn Eis im Weltall von der Sonne beschienen wird, verdampft das. Das kennt man von Kometen, manchmal kann man die sogar von der Erde aus mit bloßem Auge sehen. Die beiden jetzt entdeckten fliegen als Pärchen durch das Weltall, eng beieinander - ein weiterer Hinweis darauf, dass es ursprünglich mal nur ein einziger Brocken gewesen sein muss.

    "Wir haben sie über mehrere Nächte beobachtet und festgestellt, dass sie sich zusammen bewegen. Sie müssen einfach zusammengehören." Richard Wainscoat

    Derselbe Ursprung

    Die Wissenschaftler haben auch ausrechnen können, dass der Asteroid vor etwa sechs Jahren zerbrochen ist. Solche Paare sind relativ häufig im Asteroidengürtel und entstehen entweder, weil ein Asteroid mit einem anderen Objekt zusammenstößt oder sich so schnell um seine Achse dreht, dass es ihn zerreißt.

    Weil die beiden Bruchstücke nun aber ausgasen, sind sie keine Asteroiden mehr - sondern zu Kometen geworden.