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Weltdiabetestag: Diabetes und Covid-19 | BR24

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Ein Diabetes-Patient misst mithilfe eines Blutzuckermessgeräts seinen Blutzuckerwert.

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    Weltdiabetestag: Diabetes und Covid-19

    Diabetes ist eine Volkskrankheit. In Deutschland sind etwa acht Millionen Menschen daran erkrankt. Am Weltdiabetestag geht es auch um die ungünstigen Wechselwirkungen zwischen Corona-Pandemie und Diabetes.

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    Jeden Tag gibt es in Deutschland etwa 1.500 neue Diabetesfälle. Die Zahlen steigen seit Jahren an. In Deutschland geht man aktuell von etwa acht Millionen Menschen mit Diabetes aus. In circa 95 Prozent der Fälle handelt es sich um Diabetes Typ 2. Die Dunkelziffer bei dieser Art von Diabetes liegt bei 1,6 bis zwei Millionen Menschen.

    Was ist Diabetes?

    Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung in verschiedenen Ausprägungen. Je nach Diabetes-Typ wird vom Körper entweder zu wenig oder gar kein Insulin mehr produziert oder die Körperzellen verlieren ihre Empfindlichkeit gegenüber Insulin. Insulin ist zur Regulierung des Stoffwechsels dringend notwendig. Kohlenhydratreiche Nahrung lässt den Blutzuckerspiegel steigen. Insulin regt die Körperzellen an, Glucose, die häufigste Art von Kohlenhydraten, aufzunehmen. Die dient dem Körper unter anderem zur Energiegewinnung. Insulin senkt so den Blutzuckerspiegel.

    Wer ist von Diabetes betroffen?

    Bei Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die meistens in der Pubertät ausbricht. Dieser Typ von Diabetes betrifft etwas fünf Prozent aller Diabeteskranken. Die Patienten müssen Insulin künstlich zuführen, da es in der Bauchspeicheldrüse nicht mehr gebildet werden kann. Der Großteil der Patienten leidet an Diabetes Typ 2. Diese Form tritt meistens erst im Erwachsenenalter auf und kann vor allem im Anfangsstadium durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung beeinflusst werden. Übergewicht und Diabetes Typ 2 gehen häufig Hand in Hand.

    Diabetes in Zeiten von Corona

    Diabetiker sind häufig mit schlimmen Begleit- und Folgeerkrankungen konfrontiert, die Blutgefäße, Nerven und Organe betreffen können. Sie gelten daher in der Corona-Pandemie sowieso schon als Risikopatienten. In der Pandemie führten Ausgangsbeschränkungen in der Bevölkerung zu einer Zunahme von Übergewicht und Bewegungsmangel, was wiederum das Risiko einer Diabetes-Erkrankung erhöht. Zudem haben viele Diabetiker aus Angst vor Ansteckung zum Beispiel Kontrolltermine nicht wahrgenommen. Ein nicht gut eingestellter Diabetes führt zu einem unkontrollierten Stoffwechsel, was sich auch aufs Immunsystem auswirkt.

    Weltdiabetestag in diesem Jahr online

    Der Weltdiabetestag wird jedes Jahr am 14. November begangen - das ist der Geburtstag von Frederick Banting, der 1921 das Hormon Insulin entdeckte. An diesem Tag soll auf die steigende Verbreitung von Diabetes mellitus aufmerksam gemacht werden. In diesem Jahr findet er, wie so viele Veranstaltungen, aufgrund der Corona-Pandemie nur online statt.

    • Webtipp: Eine Vielzahl an Kliniken, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Menschen mit Diabetes bietet die Diabetes Selbsthilfe.

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