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Welt-Tollwut-Tag: Impfung schützt vor tödlicher Krankheit | BR24

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Auch wenn sie noch so lieb aussehen: Verdächtig zutraulichen Tiere in Risikogebieten sollte man fernbleiben.

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    Welt-Tollwut-Tag: Impfung schützt vor tödlicher Krankheit

    Seit 2008 gibt es in Deutschland keine Tollwut mehr. Leider ist das nicht in jedem Land so. Darauf will der Welt-Tollwut-Tag am 28. September aufmerksam machen. Bei Reisen in Risikogebiete schützen eine Impfung und einige Verhaltensregeln.

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    Jedes Jahr sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 59.000 Menschen an den Folgen einer Tollwut-Infektion. Dunkelziffer unbekannt. Tollwut verläuft immer tödlich. Es greift das Nervensystem an, vor allem das Gehirn, und führt schließlich zu Lähmungen und zum Tod. Es gibt sehr wirksame Impfstoffe, aber sie müssen angewendet werden, bevor die Symptome auftreten.

    Symptome der Tollwut

    Zu den ersten meist uncharakteristischen Krankheitsanzeichen gehören Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit, manchmal Fieber. Dann stellen sich eine ausgeprägte Wasserscheu ein, aggressive und depressive Verstimmungen oder Lähmungen. Unbehandelt fallen Patienten spätestens nach sieben Tagen ins Koma und sterben. Die Inkubationszeit variiert stark – von 20 bis 70 Tage. Tollwut kann aber schon nach wenigen Tagen oder erst ein Jahr später ausbrechen.

    Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei

    Hier sind seit dem Jahr 2001 insgesamt sechs Tollwut-Erkrankungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt worden. Im Jahr 2007 zum Beispiel ist ein Mann an der Krankheit gestorben, nachdem er von einem streunenden Hund in Marokko gebissen worden war. Alle Erkrankten hatten sich im Ausland angesteckt.

    Tollwut wird über den Speichel übertragen

    Mit Tollwut infizierte Tiere können mit ihrem Speichel den Menschen, aber auch andere Wild- oder Haustiere anstecken - kein Säugetier ist vor dem Erreger sicher. Meist erfolgt die Übertragung durch einen Biss.

    Keine unbekannten Tiere streicheln

    Die Gefahr, sich mit Tollwut anzustecken, ist bei Reisen nach Asien oder Afrika wesentlich höher, vor allem durch streunende Hunde oder Katzen. Eine gewisse Vorsicht ist immer bei ungewöhnlicher Zutraulichkeit von wilden Tieren geboten. Denn sie kann Hinweis auf die bekannteste Form der Erkrankung sein, die sogenannte rasende Tollwut. Die Tiere haben dann häufig Schaum vor dem Mund und verhalten sich untypisch. Daneben gibt es auch die stille Tollwut, die beim Tier unauffälligere Symptome wie zum Beispiel Lähmungserscheinungen hervorruft. Deshalb gilt die Regel: Fernhalten und keine unbekannten Tiere streicheln.

    Was tun nach einem Biss?

    Nach dem Kontakt mit einem auffälligen Tier muss unmittelbar danach eine Immunisierung erfolgen. Das gilt auch für geimpfte Personen.

    Impfung gegen Tollwut

    Für eine vorbeugende Impfung muss man sich über einen Zeitraum von 28 Tagen insgesamt dreimal impfen lassen und den Impfschutz nach zwölf Monaten auffrischen. Die vorbeugende Impfung schützt zwar zuverlässig vor Tollwut, hält aber nur drei bis fünf Jahre vor. Wer Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier hatte oder gebissen wurde, aber über keinen Impfschutz verfügt, muss mit fünf oder sechs Impfungen rechnen. Zusätzlich wird ein Antiserum gespritzt (Passivimpfung). Geimpft werden muss in den ersten Stunden nach dem Biss.

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