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Wasserkraft gefährdet Orang-Utans | BR24

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2017 entdeckten Wissenschaftler auf der indonesischen Insel Sumatra eine neue Orang-Utan-Art: den Tapanuli. Rund 800 lebende Tiere gibt es noch - und sie sind in Gefahr! Ein chinesischer Investor will in ihrem Revier ein Wasserkraftwerk bauen.

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Wasserkraft gefährdet Orang-Utans

2017 entdeckten Wissenschaftler auf der indonesischen Insel Sumatra eine neue Orang-Utan-Art: den Tapanuli. Rund 800 lebende Tiere gibt es noch - und sie sind in Gefahr! Ein chinesischer Investor will in ihrem Revier ein Wasserkraftwerk bauen.

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Kaum entdeckt, schon in Gefahr: der Tapanuli Orang-Utan. Er wurde 2017 südlich vom Toba See auf Sumatra, Indonesien, aufgespürt. Und ausgerechnet dort wollen chinesische Investoren ein Wasserkraftwerk bauen.

Wo Straßen, da Menschen

Das Kraftwerk und die dazugehörigen Straßen würden die drei verschiedenen Tapanuli-Gruppen rigoros voneinander trennen und eine Fortpflanzung der Affen verhindern. Hat eine Population aber weniger als 250 Tiere, kann sie nicht überleben.

"Wenn die Tapanuli aussterben, sterben auch viele andere Tiere- und Pflanzenarten aus - und das bedeutet, dass der Regenwald verloren geht. Und wenn der Regenwald verloren geht, ist das auch dramatisch für uns Menschen. In Europa, in der Schweiz, in Deutschland. Aber besonders für die lokale Bevölkerung auf Sumatra." Irena Wettstein, Stiftung PanEco

Kommen Proteste zu spät?

Zwar gibt es inzwischen auch Kritik am geplanten Kraftwerk. Der Umweltschutzorganisation WWF zum Beispiel fordert von der indonesischen Regierung eine Neubewertung des Projekts. Die Aussicht auf Erfolg ist allerdings gering. Ein Jahr nach ihrer Entdeckung stehen die Tapanuli Orang Utans deshalb kurz vor dem Aussterben.