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Was man über die Pflege einfacher Mundmasken wissen sollte | BR24

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Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt langsamer. Offenbar zeigen die Schutzmaßnahmen Wirkung. Für eine Entwarnung sei es allerdings noch zu früh, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Wieler.

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Was man über die Pflege einfacher Mundmasken wissen sollte

Mit oder ohne Muster, selbstgeschneidert oder geschenkt bekommen: Fachleute empfehlen das Tragen einfacher Stoffmasken im Alltag. Was Sie bei der Reinigung dieser Masken beachten sollten.

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Community-, DIY- oder Behelfsmasken – die einfachen Mundmasken, die jetzt vermehrt im Alltag getragen werden, haben viele Namen und das gleiche Prinzip. Es sind einfache Stoffbarrieren. Sie sind nicht zu verwechseln mit chirurgischem Mund-Nasen-Schutz oder medizinischen Atemschutzmasken.

Für den privaten Gebrauch erfüllen sie aber ihren Zweck. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie das Robert-Koch-Institut empfehlen das Tragen solcher Stoffbarrieren. Obwohl die Schutzwirkung medizinisch nicht nachgewiesen ist, können die DIY-Masken im Alltag behilflich sein, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Was bringen DIY-Masken?

"Die Masken für den medizinischen Bereich sollen den Kliniken zur Verfügung stehen, für die, die jeden Tag Patienten versorgen", betont Hygiene-Expertin Katja Greinwald von der Krankenhaus GmbH im Landkreis Weilheim-Schongau. Im alltäglichen Gebrauch, etwa beim Einkaufen, reichen Community-Masken vollkommen aus.

"Viele, die sich vielleicht schon infiziert haben, haben oft keine Symptome, können aber über Sprechen oder Räuspern die Erreger weiterverbreiten. Ungeschützt können diese Erreger bis zu zwei Meter ausgestoßen werden", sagt Greinwald. Stoffmasken stellen eine Barriere dar, die verhindert, dass eigene Sekrettröpfchen in die Umgebung geschleudert werden.

Greinwald empfiehlt das Tragen einer Stoffmaske auch für gesunde Menschen, etwa beim Einkaufen oder Spaziergängen. So gelangen Erreger auch bei gesunden Menschen nicht ganz ungehindert in Mund und Nase. Die Maske sollte bequem sitzen. Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.

Masken nicht weitergeben und regelmäßig waschen

Was beim Tragen wichtig bleibt: die elementaren Hygieneregeln. Die Maske darf man nur zur Eigennutzung verwenden und nicht zum Beispiel in der Familie weitergeben. Außerdem soll man Stoffmasken regelmäßig waschen. "Am besten mit in die Kochwäsche hauen. Das ist dann schon ausreichend, dass die Erreger eliminiert werden", so Greinwald. Und das regelmäßig, alle zwei bis drei Tage. Eine durchfeuchtete Maske sollte ausgetauscht werden. Deswegen empfiehlt die Hygiene-Expertin zwei Baumwollmasken anzuschaffen, die man im Wechsel tragen kann.

Auch mit Maske Abstand halten

Greinwald betont: Mit oder ohne Stoffbarrieren im Gesicht, das regelmäßige Händewaschen und "social distancing" gelten nach wie vor. Das Tragen einer Community-Maske kann aber auch einen positiven psychologischen Effekt haben. Das bestätigt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, und schreibt auf der Homepage: "Die Masken können das Bewusstsein für "social distancing“ sowie gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen."

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