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Jetzt gegen Grippe impfen lassen | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow

Das sollten Sie in Coronazeiten über die Grippe-Impfung wissen

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Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Die Grippe-Saison steht bevor. Vor allem Risikopersonen wird empfohlen, sich jetzt gegen Influenza impfen zu lassen. Warum das gerade während Corona als wichtig gilt und alles Wissenswerte zur Grippe-Impfung.

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Von
  • Marlene Riederer

Die Hauptsaison der echten Grippe, auch Influenza genannt, steht bevor. Influenza-Viren, die die Grippe hervorrufen, zirkulieren nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) schon im Herbst. Grippewellen - also eine erhöhte Influenza-Aktivität - beginnen aber meist erst im Januar und dauern drei bis vier Monate.

Für wen ist eine Grippe-Impfung besonders wichtig?

Die Menschen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben, sind bei Grippe und COVID-19 sehr ähnlich. Dazu zählen: Menschen, die älter als 60 Jahre alt sind, Schwangere (ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel), Menschen, die beruflich viel Kontakt mit anderen haben wie Krankenhaus-Personal oder Altenpfleger, Patienten, die an einer chronischen Krankheit leiden wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma sowie Kinder mit Diabetes.

Wann sollte man sich gegen Grippe impfen lassen?

Das RKI rät, sich am besten im Oktober oder November, spätestens aber bis Mitte Dezember, gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen. Das ist der ideale Zeitpunkt, um auf dem Höhepunkt einer Grippewelle geschützt zu sein.

Wie sind die Symptome einer Grippe?

Bei einer echten Grippe muss man das Bett hüten. Die Symptome sind schwerwiegend. Der Körper ist geschwächt. In der Regel aber ist die Erkrankung nach zwei Wochen ausgestanden - es sei denn, es kommt zu gefährlichen Komplikationen.

Eine Influenza beginnt ganz plötzlich - oft innerhalb einer Stunde - mit hohem Fieber, das tagelang bis zu 40 Grad Celsius betragen kann. Dazu kommen Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten und eine allgemeine Schwäche. Nach etwa einer Woche werden die Symptome schwächer, nach ungefähr zwei Wochen ist die Grippe in der Regel überstanden.

Ist eine Grippe gefährlich und wie wird sie behandelt?

Für die Risikogruppen bedeutet eine Grippe-Erkrankung eine echte Gefahr, denn die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf ist erhöht. Die Grippe kann lebensgefährliche Komplikationen nach sich ziehen - die bedeutendsten sind eine bakterielle Lungen- oder eine Herzmuskelentzündung. Die Grippeviren schwächen den Körper, sodass Bakterien angreifen können. So kann es zu Entzündungen von Lunge, Ohren, Nebenhöhlen, Gehirn und Herzmuskel kommen. Im schlimmsten Fall endet eine Grippe mit dem Tod - nicht wegen der Grippe als solcher, sondern wegen der Folgekrankheiten, die aufgrund der Immunschwächung auftreten.

Warum ist die Grippe-Impfung während Corona so wichtig?

Bei einer Impfung gegen Grippe kann, in den meisten Fällen zumindest, diese bei einer Erkrankung im Vorhinein ausgeschlossen werden. Das RKI hält eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen während der Corona-Pandemie außerdem deshalb für essentiell, damit während der Grippewelle schwere Krankheitsverläufe vermieden werden und so auch Engpässe in Krankenhäusern vermieden werden können. Deshalb sollten die Impfquoten vor allem bei den Risikogruppen erheblich gesteigert werden, so die Ständige Impfkommission (STIKO).

Wie gut schützt der Grippe-Impfstoff?

Eine Grippe wird durch Viren ausgelöst - und die sind listig und wandlungsfähig: Sie verändern sich ständig. Jedes Jahr muss daher ein neuer Impfstoff entwickelt werden, der gegen die Influenzaviren, die in der folgenden Saison im Umlauf sind, wirksam sein soll. Jedes Frühjahr wagt die Weltgesundheitsorganisation eine neue Prognose.

Die Schutzwirkung von Grippe-Impfstoffen beträgt bei jungen Erwachsenen gut 80 Prozent - wenn eine gute Übereinstimmung zwischen den vorherrschenden Grippeviren und dem Impfstoff besteht.

Welche Nebenwirkungen kann eine Grippe-Impfung haben?

Die Grippeschutzimpfung gilt als gut verträglich. Es werden ausschließlich Tot-Impfstoffe verwendet, die keine Erkrankung auslösen können. Nach circa 14 Tagen hat das Immunsystem den Schutz gegen die Erreger vollständig aufgebaut.

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